Ausstellungen zur Interkulturellen Woche in Bad Waldsee locken in die Stadt

Schwäbische Zeitung

Anlässlich der Interkulturellen Woche zeigt die Stadtbücherei noch bis Samstag, 9. Oktober, zwei Ausstellungen. So gibt es „Werke des syrischen Künstlers Ali Al Mohammad“ und „Heimat in Kinderaugen“ zu sehen. Das teilt die Stadt Bad Waldsee mit. Zudem zeigt der Verein „Global“ eine Freiluft-Foto-Ausstellung über das Flüchtlingscamp Moria/Griechenland. Die Bilder sind bis 3. Oktober zu sehen.

Ali Al Mohammad zeigt seine Kunst

Schnell nach seiner Ankunft aus Syrien hat sich der Künstler Ali Al Mohammad in Oberschwaben einen Namen gemacht: Bereits 2019 hatte er eine Ausstellung während der Kunstnacht in Ravensburg. In Bad Waldsee ist er neben seiner Kunst auch durch seinen früheren Verkauf auf dem Wochenmarkt bekannt, wie die Stadt erläutert. Inzwischen besitzt er ein Restaurant in Ravensburg. Seine Kunstwerke decken viele der von ihm künstlerisch behandelten Themen ab. Die Besucher erhalten einen vielseitigen Einblick.

Städtisches Projekt bindet Kinder und Jugendliche ein

Zur Ausstellung „Heimat in Kinderaugen“ schreibt die Stadt: Aus Kinderaugen gewinnt der Begriff Heimat an Weite. Er ist nicht an Grenzen gebunden und mehr als ein Ort. Im August hat das städtische Kunstprojekt „Heimat“ für Kinder und Jugendliche stattgefunden. Die Künstlerinnen Alexandra Gebhart und Joanna Klakla haben es betreut. Sie gingen mit den Teilnehmern auf die Suche nach eigenen Vorstellung von Heimat. Die Werke laden laut Stadtverwaltung zu einem Perspektivwechsel ein.

Verein „Global“ zeigt Fotos von Moria

Der Verein „Global“ hat ebenfalls eine Ausstellung organisiert. So wurde zum Start der Interkulturellen Woche in Bad Waldsee die Freiluft-Foto-Ausstellung über das Flüchtlingscamp Moria/Griechenland eröffnet. Lili Bamann hielt laut Mitteilung des Vereins eine berührende Rede zur Situation in Moria und zur Fotografin Alea Horst. Sie ist nach Angaben von „Global“ Fotografin und Aktivistin. „Ihre Fotos zeigen menschliche Tragödien auf würdevolle ehrliche Art. Seit 2017 fotografiert sie vor allem Menschen in Krisenregionen: Palästina, Mexiko, Bangladesch, Syrien und Griechenland“, sagte Bamann bei der Eröffnung. Die 21 Bilder dieser Ausstellung stammen aus Moria.

„Schandfleck in Europa“

„Willkommen im Schandfleck Europa. Sie zeigt uns ein Desaster, das vor unseren Augen geschieht. Die Hölle auf Erden. Eine unfassbare Tragödie – was Menschen Menschen antun“, so Bamann in ihrer Eröffnungsrede. Die Ausstellung wird während der gesamten Interkulturellen Woche noch bis zum 3.Oktober zu besichtigen sein.

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