Auch viele junge Leute wollen das Jahreskonzert des Musikvereins Haisterkirch hören

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Dirigent Florian Hubl und seine 45 Musiker in Aktion.
Dirigent Florian Hubl und seine 45 Musiker in Aktion. (Foto: Rudi Martin)
Rudi Martin

Vorstandssprecher Markus Spieler vom Musikverein Haisterkirch zeigte sich bei der Begrüßungsansprache erfreut, dass heuer mehr Gäste als 2018 zum Jahreskonzert gekommen waren. Florian Hubl, Dirigent und musikalischer Leiter der 45-köpfigen Musikkapelle Haisterkirch, hatte eine facettenreiche Programmauswahl getroffen – ganz nach dem Motto „Bei uns ist die Musik dahoim“.

Das Publikum – darunter zahlreiche junge Gäste und Mitglieder befreundeter Musikvereine – genossen das Konzert, das von den Musikern viel Können abverlangte. In vielen Proben war fleißig geübt worden, und dafür ernteten Florian Hubl und seine Musikanten dann auch reichlich Beifall. Die Moderation hatte auf bewährte Weise Verena Maucher übernommen.

Die von Hans-Peter und Claudia Waibel herbstlich geschmückte Haisterkircher Gemeindehalle bot den ansprechenden Rahmen für das Konzert. Zu den Ehrengästen gehörten Bürgermeister Roland Weinschenk wie auch Haisterkirchs Ortsvorsteherin Rosa Eisele, Peter Zauner vom Blasmusikkreisverband Ravensburg und in Vertretung von Pfarrer Stefan Werner die Vize-Vorsitzende des Kirchengemeinderats Haisterkirch, Waltraud Ruf.

Schon der Einstieg ins Konzert mit „Celebration and Song“ von Robert Sheldon fand großen Anklang aufgrund der mitreißenden Rhythmen und des energiegeladenen Endes. Das Stück „Turnbridge Overture“ von James Ployhar hatte dem langjährigen, früheren Haisterkircher Dirigenten Walter Meseck besonders gefallen, wie er sich begeistert äußerte. Mit „Cassiopeia“, einem Werk von Carlos Marques, wird der schönen, eitlen Königin, Mutter von Andromeda, auf wohlklinge Weise mit einem sinfonischen Gedicht gehuldigt. Der japanische Komponist NaoyaWada hatte anlässlich eines Jubiläums seiner Heimatstadt Kitakyushua für jeden der fünf Ortsteile ein Werk verfasst mit Themen in fünf verschiedenen Dur-Tonarten, die eindrucksvoll von den Haisterkircher Musikern interpretiert wurden.

Nach der Pause erklang mit „Vita pro Musica“, komponiert von Thiemo Kraas, ein Konzertwerk mit festlichen Fanfarenklängen und lyrischer Hymne. Dem Haisterkircher Ensemble gelang es, im Zusammenwirken aller Register das verbindende Element der ersten Textzeilen von „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“ wirkungsvoll erklingen zu lassen..

Martin Scharnagl hatte zum 2019 gefeierten 55. Jubiläum des Musikverlags Rundel die Polka „Ehrenwert“ kreiert. Die Haisterkircher Musiker verstanden es bestens, diese neue, konzertante Polka mit Elementen aus der traditionellen Blasmusik und Einflüssen aus Sinfonik und Pop zu Gehör zu bringen.

Als musikalischer Volltreffer erwies sich „The Waltzing Cat“ von Leroy Anderson, neu arrangiert von Philip Lang. Besonders zur Geltung kamen dabei die Schlagzeuger. Denn mit ihren Tierlauten, dazu gehörte auch Hundegebell, wurde viel musikalischer Humor geweckt. Mit dem schwungvollen „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal, arrangiert von Siegfried Rundel, sollte das Konzert eigentlich beendet werden. Das Publikum forderte aber eine Zugabe. Dirigent Florian Hubl hatte natürlich vorgesorgt. Mit dem schmissigen Marsch „Furchtlos und treu“ von Julius Fucik und dem erneuten „Waltzing Cat“ klang der Abend aus.

Im Rahmen des Konzerts wurden 15 aktive Musiker für ihr musikalisches Engagement geehrt. Peter Zauner vom Vorstandsteam des Blasmusikkreisverbands Ravensburg würdigte die Geehrten.

Die Verbands-Ehrennadel in Bronze für zehnjähriges aktives Musizieren erhielten: Stefanie Büchele, Gisela Ernle, Hermine Maucher, Leonie Waibel und Maximilian Waibel. Die Ehrennadeln in Silber für 20-jähriges Musizieren wurden Markus Eisele, Christian Fitz, Raphael Spieler und Katharina Stäblein übereicht. Ausgezeichnet mit Urkunde und Ehrennadel in Gold wurden Kurt Ernle und Manfred Langlouis für 30-jähriges Musizieren. Mit Urkunde plus Ehrennadel in Gold mit Diamant für 40-jähriges musikalisches Engagement wurden geehrt: Erwin Bühler, Markus Spieler und Hans-Peter Waibel. Doppelt ausgezeichnet wurde Florian Hubl für seine zehnjährige Dirigententätigkeit und für 20 Jahre aktives Musizieren..

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