Aromatherapeutin spricht über Heilpflanzen

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 Aromatherapeutin Irene Bänsch aus Kümmerazhofen versteht sich auf die Heilkraft von Pflanzen und ist von ihrer Wirkungsweise üb
Aromatherapeutin Irene Bänsch aus Kümmerazhofen versteht sich auf die Heilkraft von Pflanzen und ist von ihrer Wirkungsweise überzeugt. (Foto: Sabine Ziegler/St.-Elisabeth-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Trotz des stürmischen Wetters haben sich am Montag 30 Zuhörer im Wohnpark am Schloss zum Vortrag über Heilkräuter und Salben von Irene Bänsch eingefunden. Die Aromatherapeutin und Allgäuer Wildkräuterführerin erläuterte dabei auf Einladung der Sozialstation Gute Beth Bad Waldsee die Wirkungs- und Anwendungsweise von Heilpflanzen, teilt die St.-Elisabeth-Stiftung mit.

Schon vor 5000 Jahren kamen laut Bänsch Öle, Salböle und Räucherwerk in der Heilkunde antiker Hochkulturen zum Einsatz. „Und heute sind naturreine Öle mehr denn je gefragt, weil sie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen und damit eine gute Ergänzung zur Schulmedizin sind“, berichtete Irene Bänsch, die über eine 30-jährige Berufserfahrung in der Krankenpflege verfügt. Im Verlauf ihrer einstündigen Ausführungen benannte sie unter anderem das Schneeglöckchen und das Johanniskraut als Pflanzen, denen solche Heilkräfte zugeschrieben werden.

Die weiß blühenden Schneeglöckchen strecken nach dem Winter als erste ihre Köpfe aus der Erde. Diese Blümchen würden aufgrund der enthaltenen Amaryllidaceen-Alkaloide als giftig gelten. „In anderen Kulturen – beispielsweise im Kaukasus – essen die Bewohner jedoch die Zwiebeln dieser Pflanze, weil sie von deren Heilwirkung gegen Alzheimererkrankungen überzeugt sind“, erzählte die Aromatherapeutin ihrem staunenden Publikum. „Es kommt eben auf die richtige Dosis an!“

Hilfreiches Johanniskraut

Bekannter war den Zuhörern laut Mitteilung das Johanniskraut, das um den 24. Juni („Johannitag“) herum geerntet wird, weil im Sommer dessen Inhaltsstoffe dank Sonneneinstrahlung am besten ausgeprägt seien. „Man kann damit ganz einfach selbst Öl ansetzen, das sich rötlich färbt und bei Stimmungsschwankungen und Depressionen eine hilfreiche Wirkung entfaltet“, berichtete die Referentin aus Kümmerazhofen und reichte Proben ihres „Lieblingsöls“ durch die Stuhlreihen.

Das Johannisöl könne auch als Salbe aufgetragen werden, die die Haut erwärmt und somit schmerzlindernd und entspannend wirkt bei Muskelschmerzen. Bänsch: „Auch in der Hautheilkunde wird es eingesetzt bei Verletzungen und Schrunden – und manche schwören sogar in der Erkältungszeit auf seine Heilkraft.“

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