Altstadt für Alle: Diese Baumaßnahmen stehen noch an

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 Den Baufortschritt kann man hier im Bereich der Hauptstraße und Kirchmauer sehen. Der Verlauf des Mobilitätsbandes fügt sich ei
Den Baufortschritt kann man hier im Bereich der Hauptstraße und Kirchmauer sehen. Der Verlauf des Mobilitätsbandes fügt sich ein und bildet mit dem „Kirchmauer-Plätzle“ eine laut Stadt „schöne Kombination aus barrierefreier Umgestaltung, Ruheort und Treffpunkt für alle“. (Foto: Oliver Strobel/Büro Citiplan)
Schwäbische Zeitung

Mobilitätsband: Test brachte wichtige Ergebnisse

Die ersten sichtbaren Spuren des Mobilitätsbandes waren zunächst ein Test, teilt die Stadt mit. Am Ravensburger Tor entstanden im Frühjahr Muster für das Band, das künftig die „Altstadt für alle“ durchziehen soll, damit alle sich leichter und sicherer in ihr bewegen können. Die Muster waren laut Stadt dazu bestimmt, Erkenntnisse über die Wirkung und die Funktion der in Frage kommenden Materialien zu gewinnen. Die endgültige Gestaltung des Mobilitätsbandes wird von diesen Mustern abweichen, so die Stadt weiter. Mit den dort gewonnenen Erkenntnissen wurden im Sommer dieses Jahres die ersten Baumaßnahmen für den netzhaften Umbau der Altstadt begonnen. Der Zugang von der Hauptstraße in die Altstadt wurde im Juli umgesetzt. Hier fehlt nur noch der Farbasphalt für das Mobilitätsband, heißt es aus dem Rathaus weiter. Um Synergien nutzen zu können, wird der Farbasphalt gemeinsam mit den Baumaßnahmen für das Kirchmauer-Plätzle (laufen derzeit) eingebaut. In Verlängerung des bereits fertiggestellten Abschnitts zwischen Hauptstraße und Kirche wird momentan entlang der Kirchhofmauer das „Kirchmauer-Plätzle“ mit integriertem Mobilitätsband angelegt. Zur Gliederung der Belagsfläche zur Verkehrsfläche hin wird eine Baumreihe aus Laubbäumen angelegt. Unter den schattenspendenden Laubbäumen werden Sitzmöglichkeiten geschaffen. (sz)

Barrierefrei und voller Leben – die neue Altstadt von Bad Waldsee werde laut Pressemitteilung der Stadt mehr Lebensqualität, mehr Grün, mehr historisches Flair und mehr Zukunft bieten. Im Rahmen des Projekts „Altstadt für Alle“ seien dieses Jahr noch folgende Baumaßnahmen geplant, gefördert durch das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Zugang Hirschhof – voraussichtlich noch im September: In diesem kurzen Verbindungsstück vom Hirschhof hin zur Ravensburger Straße wird der Pflasterbelag ausgetauscht und ein zuführendes Mobilitätsband aus Asphalt integriert, teilt die Stadt mit. Die Flächen zwischen Mobilitätsband und Gebäuden sollen mit Kleinpflasterbelägen wie in der Ravensburger Straße in heterogener Zusammensetzung belegt werden.

Entenmoos-Plätzle – etwa September bis November: Der Übergangsbereich zwischen Hauptstraße und Entenmoosstraße wird laut Mitteilung der Stadt in ein Plätzle mit Aufenthaltsqualität umgewandelt. Es werden eine ebene Platzfläche angelegt und die Zugangssituation in die angrenzenden Gebäude verbessert. Der Platzbelag wird sich bis zum „Mobilitätsband“ in der Hauptstraße hinein erstrecken und so eine direkte Anbindung ermöglichen. Der bisher vorhandene Baum wird ersetzt und mit Sitzmöglichkeiten ergänzt. Im Vorfeld werden in diesem Bereich noch Leitungsbauarbeiten im Tiefbau durchgeführt.

Ulrich-Kuderer-Straße – etwa September bis Dezember: In der Ulrich-Kuderer-Straße wird nach weiteren Angaben der Stadt in ihrer gesamten Länge der Belag durch ein neues Granitpflaster ersetzt. Zusätzlich soll dem Gestaltungsprinzip anderer Gassen folgend ein durchgehendes Mobilitätsband hergestellt werden. Am offenen Ende zum Stadtsee hin wird das „Seeplätzle“ den Abschuss bilden. Im Kreuzungsbereich der Anbindungen an die Adlergasse und die Wettgasse entsteht in der vorhandenen Aufweitung das sogenannte „Kuderer-Plätzle“, heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter. Auf diesen Plätzen werden jeweils ein Baum und Sitzmöglichkeiten platziert. Im Vorfeld werden in diesem Bereich noch Leitungsbauarbeiten im Tiefbau durchgeführt.

„Vor jeder einzelnen Baumaßnahme finden Abstimmungsgespräche mit den Anliegern und Gewerbetreibenden vor Ort statt. Hier werden (Teil-) Sperrungen und die voraussichtliche Bauzeit besprochen“, lässt die Stadt in ihrem Presseschreiben wissen.

Die einzelnen Baustellen des Projekts „sind Teil einer koordinierten Gesamtbaumaßnahme, da in Bereichen der Altstadt neben dem Mobilitätsband auch unterschiedliche Tiefbaumaßnahmen (Nahwärmenetz, Breitbandversorgung, Wasserversorgung, Netze BW) notwendig sind“. Diese Einzelmaßnahmen würden gebündelt und gemeinsam ausgeführt. Durch dieses koordinierte Vorgehen werde die Belastung für alle möglichst gering gehalten und ein effizienter Baufortschritt erreicht.

Die Stadtverwaltung werde laut Mitteilung am Donnerstag, 5. November, eine Bürgerinfoveranstaltung anbieten. Hier werde über den aktuellen Stand der Umsetzung berichtet und ein Ausblick in die kommenden Jahre gegeben. Es folge eine gesonderte Einladung mit Infos über eventuelle Zulassungsbeschränkungen und Anmeldeformalitäten.

 Die Visualisierung zeigt, wie sich das Mobilitätsband in den bestehenden Raum einfügt und wie selbstverständlich es ein Teil da
Die Visualisierung zeigt, wie sich das Mobilitätsband in den bestehenden Raum einfügt und wie selbstverständlich es ein Teil davon wird. Durch die eigens entwickelte „Waldseer“ Asphaltmischung werden die farblichen Merkmale der Altstadt integriert. Es entsteht ein Raum für alle – barrierefrei und voller Leben. (Foto: Freiraumplanung Sigmund)

Mobilitätsband: Test brachte wichtige Ergebnisse

Die ersten sichtbaren Spuren des Mobilitätsbandes waren zunächst ein Test, teilt die Stadt mit. Am Ravensburger Tor entstanden im Frühjahr Muster für das Band, das künftig die „Altstadt für alle“ durchziehen soll, damit alle sich leichter und sicherer in ihr bewegen können. Die Muster waren laut Stadt dazu bestimmt, Erkenntnisse über die Wirkung und die Funktion der in Frage kommenden Materialien zu gewinnen. Die endgültige Gestaltung des Mobilitätsbandes wird von diesen Mustern abweichen, so die Stadt weiter. Mit den dort gewonnenen Erkenntnissen wurden im Sommer dieses Jahres die ersten Baumaßnahmen für den netzhaften Umbau der Altstadt begonnen. Der Zugang von der Hauptstraße in die Altstadt wurde im Juli umgesetzt. Hier fehlt nur noch der Farbasphalt für das Mobilitätsband, heißt es aus dem Rathaus weiter. Um Synergien nutzen zu können, wird der Farbasphalt gemeinsam mit den Baumaßnahmen für das Kirchmauer-Plätzle (laufen derzeit) eingebaut. In Verlängerung des bereits fertiggestellten Abschnitts zwischen Hauptstraße und Kirche wird momentan entlang der Kirchhofmauer das „Kirchmauer-Plätzle“ mit integriertem Mobilitätsband angelegt. Zur Gliederung der Belagsfläche zur Verkehrsfläche hin wird eine Baumreihe aus Laubbäumen angelegt. Unter den schattenspendenden Laubbäumen werden Sitzmöglichkeiten geschaffen. (sz)

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