Ab Sommer wird das Rathaus wieder saniert

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 Insgesamt rund eine Million Euro investiert die Stadt in den Jahren 2019 und 2020 in die Sanierung des historischen Rathauses.
Insgesamt rund eine Million Euro investiert die Stadt in den Jahren 2019 und 2020 in die Sanierung des historischen Rathauses. (Foto: hey)
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550 000 Euro lässt sich die Stadt die Sanierung des Dachtragwerks sowie des Turms des Rathauses kosten. Das hat der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich von Juli bis November ausgeführt.

Wie die SZ berichtete, wurde das Rathaus zuletzt in den Jahren 1976, 1989 und 2016 saniert. In diesem Jahr soll nun der Dachstuhl entlastet und die historische Dachkonstruktion freigelegt werden. In der Folge sollen die Fäulnisschäden behoben und für Belüftung gesorgt werden. Auch die werden laut Planung Gaupen am Dach erneuert und das hölzerne Turmtragwerk saniert. Die neuzeitlichen Bauteile aus den 70er-Jahren sollen rückgebaut werden. Darüber hinaus stehen Anpassungen des Mauerwerks auf dem Sanierungsprogramm. Für diese und weitere Arbeiten wurde eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung beim Landesamt für Denkmalpflege beantragt und erteilt, geht aus der Sitzungsunterlage hervor.

Bernhard Schultes (FW) fragte nach den möglichen Auswirkungen der Bauarbeiten auf die umliegende Gastronomie. „Wird die Außenbewirtung dann in Mitleidenschaft gezogen?“, wollte Schultes wissen und erinnerte an zuletzt lautstarke Arbeiten am Rathaus. Andreas Heine vom Bauamt betonte, dass die bevorstehenden Arbeiten mithilfe eines Gerüsts bewerkstelligt werden. Ein Motor, der beispielsweise eine Hebebühne antreibt, sei nicht notwendig. „Durch Motorisierung wird es keine Lärmbelästigung geben. Es ist mit normalem Baustellenlärm zu rechnen“, so Heine.

Wilhelm Heine (CDU) informierte sich nach dem Verbleib der archivierten Akten, die aufgrund der Sanierung aus dem Rathaus geschafft werden müssen. Dazu Andreas Heine: „Wir sind seit zwei Monaten dabei auszuräumen. Die Akten werden temporär in der Friedhofstraße gelagert. Der Rest soll digitalisiert und aussortiert werden.“ Auch Möbel stehen im Sanierungsbereich. Sie werden ebenfalls an eine andere Stelle gebracht – „und kommen nicht wieder zurück, das ist mit dem Statiker aufgrund der Gewichtsbeschränkung so besprochen“, verdeutlichte der Bauamtsmitarbeiter die Auswirkung der Sanierung.

Stefan Senko (FW) erkundigte sich nach den genauen Bauarbeiten: „Der Giebel hängt nach hinten, bleibt der so?“ Daraufhin ließ Andreas Heine wissen, dass die Neigung fortbestehen wird. Allerdings würden teilweise Sparren ausgetauscht. Sonja Wild (CDU) wollte wissen, ob es Auswirkungen auf die Sommerabendkonzerte oder das Altstadt- und Seenachtfest geben wird. Andreas Heine verneinte.

Neben den bereits beschlossenen Arbeiten stehen außerdem die Restaurierung der Schaugiebel und der traufseitigen Fassaden an. Dieser zweite Bauabschnitt soll im Jahr 2020 realisiert werden und schlägt laut Sitzungsvorlage mit rund 450 000 Euro zu Buche. Damit rechnet die Stadt mit rund einer Million Euro für die gesamten Arbeiten. In Abstimmung mit dem Landesamt sei bereits ein Förderantrag für die Gesamtmaßnahme gestellt worden. Die Förderung könnte ungefähr bei 193 000 Euro liegen.

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