21 Franziskanerinnen feiern im Kloster Reute ihre Professjubiläen

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21 Schwester feierten am 11. Mai ihr Professjubiläum im Kloster Reute.
21 Schwester feierten am 11. Mai ihr Professjubiläum im Kloster Reute. (Foto: Kloster Reute)
Schwäbische Zeitung

Viele Gründe zu Feiern und laut Pressemitteilung großartige Begegnungen hat es am Samstag, 11. Mai im Kloster Reute gegeben. 21 Schwestern feierten in einem Festgottesdienst mit Mitschwestern, Angehörigen und Wegbegleitern ihr Professjubiläum. Über 200 Gäste waren der Einladung gefolgt und feierten den Festtag mit.

Eine besondere Freude sei das 70-jährige Professjubiläum von drei Franziskanerinnen gewesen: Schweter Maria Amanda Airinger, Schwester Maria Celsa Mossmann und Schwester Maria Konrada Gebhart. Sie gehörten zu den ersten Schwestern die nach dem zweiten Weltkrieg in die damals über 1600 Schwestern zählende Gemeinschaft eintraten. Ihre Ordensausbildung war geprägt von der Nachkriegs- und Besatzungszeit, in der auch das Kloster Reute besetzt war.

Elf Schwestern konnten ihr 60-jähriges Ordensjubiläum feiern, sechs Franziskanerinnen feierten das „goldene Professjubiläum“ (50 Jahre) und eine Schwester ihr 40-Jähriges. Weitere drei Schwestern der Gemeinschaft feierten am selben Tag in Indonesien ihr 25-jähriges Professjubiläum.

Unter den deutschen Jubilarinnen, die ihr 50-jähriges Jubiläum haben, sind zwei ehemalige Generaloberinnen. Schwester Maria Magdalena Vesenmayer, die aktuelle Oberin des Gut-Betha-Hauses stand der Schwesterngemeinschaft von 1984 – 1990 vor, Schwester Maria Paulin Link war von 2002 bis 2014 Generaloberin und wirkt nun in Schöntal. Extra aus Brasilien kam Schwester Nicole Klemmer zu ihrem goldenen Jubiläum nach Reute.

Sie lebt seit Mai 1992 im Nordosten des südamerikanischen Landes und ist dort leitende Oberin. Dem Jubiläumsgottesdienst stand Pfarrer Martin Sayer vor. Die Festtagspredigt hielt Pfarrer Willi Bruners, Cityseelsorger in Mönchengladbach, der auch die vorausgegangenen Jubiläumsexerzitien gehalten hatte.

Lebendig und anschaulich führte er, ausgehend vom Lebenszeugnis der Jubilarinnen, sieben Gründe zu feiern und zu danken aus. „Wir feiern heute das große Lebens-Ja, das Sie, liebe Jubilarinnen, als Ordensfrauen gegeben haben, dass ebenso die anwesenden Verheirateten und Priester gelebt haben. (…) Wir feiern die durchbeteten Hände, die vermutlich mehr für andere als für sich selbst gebetet haben“, so Bruners. „Wir feiern natürlich auch die Geschwisterlichkeit, die getragen ist durch eine Gemeinschaft oder durch Familien, die Treue in der Sie geblieben sind und das Abenteuer des geschwisterlichen Lebens, das Sie eingegangen sind.“ Bruners verdeutlichte, wie sehr gelebte Geschwisterlichkeit ein Reichtum aber zugleich auch Provokation sei und benannte als weitere Gründe zu Feiern den „Verzicht auf die weltliche Karriere“, den „Schmerz des Versagens“ sowie die „Kunst der Wandlung“, welche immer wieder neu notwendig sei. Für ihren weiteren Lebensweg bekamen die Jubilarinnen im Anschluss an die Predigt einen persönlichen Segen.

Nach dem Gottesdienst, der musikalisch vom Schwesternchor unter der Leitung von Schwester Franziska Bachmann und Bernadette Behr an der Orgel mitgestaltet wurde, war Zeit zur Begegnung mit Angehörigen und Wegbegleitern bevor in der Begegnungsstätte des Klosters das festliche Mittagessen genossen werden konnte.

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