Helfen bringt Freude

Fluchtursachen bekämpfen, menschenwürdiges Leben ermöglichen: Diesen Schwerpunkt setzen wir auch in diesem Jahr mit unserer Weihnachtsspendenaktion. Die Spenden kommen der Hilfe für Menschen im Nordirak, ehrenamtlichen Initiativen und Caritas- und Diakonieprojekten in Württemberg sowie in Lindau zugute.

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Das eigene Leben einmal komplett auf den Kopf und in den Dienst anderer gestellt – das haben Thomas und Doris Ahnert aus Zollenreute vor gut einem Jahr. Sie sind als Entwicklungshelfer nach Tansania gegangen. Dort, nahe der Stadt Morogoro, helfen sie, ein Ausbildungs- und Wohnprojekt für ehemalige Straßenjungen aufzubauen. Das erste Jahr hat ihnen einiges abverlangt, nicht zuletzt, weil das Projekt von Grund auf aufgebaut werden musste. Sie sind dran geblieben. Heute stehen die ersten Gebäude des Internats und ehemalige Straßenkinder gehen dort zur Schule oder machen eine landwirtschaftliche Ausbildung.

„Es ist schon viel passiert in diesem Jahr. Zwölf Jugendliche sind von der Straße weg und haben gelernt, was im Leben wichtig ist“, ziehen Ahnerts ihr Fazit zum ersten Jahr. „Die meiste Zeit arbeiten wir als Sozialarbeiter; führen Gespräche, schlichten Streit, bringen Ruhe in die Schule“, berichtet Thomas Ahnert am Telefon. Daneben kümmern sie sich um die Bauarbeiten – denn das Internat wird erst nach und nach aufgebaut. Dazu gehört auch, dass Ahnerts am Konzept für die Schule feilen. Den Entschluss, nach Tansania zu gehen, um dort eine Internatsschule aufzubauen, haben Ahnerts Ende September 2017 endgültig in die Tat umgesetzt. Damals stiegen sie zusammen mit zwei ihrer vier Kinder in den Flieger nach Daressalam. Ahnerts sind über die Organisation Christliche Fachkräfte International (CFI) unterwegs. Der christliche Glaube prägt ihre Arbeit und ist ihnen Auftrag und Stütze.

Baugenehmigung lässt auf sich Warten

Als das Ehepaar Ende Septemeber 2017 auf dem Gelände am Stadtrand von Morogoro ankam, erwartete sie eine Baustelle. Das erste Gebäude stand zwar bereits, das Schulgebäude indes war noch nicht fertig, und auch das Wohnhaus für die Schüler musste erst noch ein Dach bekommen. Keinen Monat später waren die ersten jungen Männer eingezogen. „Die Klassenzimmer waren noch gar nicht fertig, da wurde darin schon unterrichtet“, erinnert sich Ahnert an die Anfänge im Rohbau. Eines wurde ihnen schnell klar: „Man braucht ein hohes Maß an Flexibilität.“ – auch in den kommenden Monaten, in denen sie sich an die Hitze und den fehlenden Regen gewöhnten, und lernten, dass die tansanische Realität auch für Plan B mitunter nicht taugt. Ahnerts erinnern sich an Ärger mit Handwerkern, die keine Wasserwaage benutzen konnten, aber auch an bürokratische Hürden und langes Warten auf Baugenehmigungen für weitere Gebäude. Wie erwartet eine Herausforderung stellt die Arbeit mit den ehemaligen Straßenkindern dar, die zwischen 16 und 24 Jahre alt und damit eigentlich gar keine Kinder mehr sind.

„Sie haben viele Jahre auf der Straße verloren“, berichtet Thomas Ahnert. Auf der Straße aufgewachsen fehlte ihnen nicht nur die Schulbildung, auch verbindliche Regeln im Zusammenleben einzuhalten, falle manchem mitunter schwer. Immer mal wider gebe es Konflikte. Dass diese nicht mit Gewalt gelöst werden, mussten mache der ehemaligen Straßenkinder erst verinnerlichen. Wenn dann noch das Auto kaputt war oder jemand krank wurde, fanden sich die Ahnerts in schwierigen Momenten wieder.

„Wenn ich nicht wüsste, dass Gott mich hierher gerufen hat und mir helfen wird, hätte ich schon manchmal das Handtuch geschmissen“, gibt Thomas Ahnert zu. Sie haben durchgehalten und zusammen mit dem tansanischen Team vor Ort im ersten Jahr schon viel erreicht: Von dem Ausbildungszentrum steht bereits ein Wohn- und ein Schulhaus, sowie ein Mitarbeiterhaus. Sechs Jungs bereiten sich auf ihren mittleren Schulabschluss vor, weitere sechs Jungs bekommen eine landwirtschaftliche Ausbildung. Derzeit entsteht noch ein Wohnhaus für weitere Schüler sowie ein weiteres Mitarbeiterhaus. Thomas Ahnert ist zuversichtlich, dass die Gebäude noch vor April fertig wird, vor der Regenzeit, denn dann werde es unmöglich, dass Lastwagen auf den unbefestigten Wegen zur Baustelle auf dem Schulgelände fahren könnten.

In zwei Jahren zum Realschulabschluss

Die Internatsschüler des Zentrums kommen nicht direkt von der Straße, sondern waren zuvor in einer tansanischen Hilfseinrichtung der 2002 gegründeten Organisation Safina Street Network, die der Projektpartner von CFI für das Schulprojekt ist. In Morogoro lernen die jungen Männer nun quasi in einer Privatschule zwei Jahre lang, mit dem Ziel, an einer staatlichen Schule die Realschulprüfung abzulegen. Der andere Teil der Schüler macht eine landwirtschaftliche Ausbildung. „Viele in Tansania leben von einem Stück Land, das sie bewirtschaften“, erklärt Doris Ahnert. Im kommenden Jahr soll noch ein hauswirtschaftlicher Zweig an der Schule hinzukommen. Für Ahnerts bedeutet das auch, Spenden zu sammeln für die Ausstattung der Küche und für eine Solaranlage, die die neuen Räume einmal mit Strom versorgen sollen.

Doris Ahnert unterrichtet die Schüler auch in Persönlichkeitsbildung: „Wer bin ich, wo komme ich her, was sind meine Ziele?“ Das sind die Fragen, die sie mit den jungen Männern bespricht, während ein anderer Teil der Gruppe bei ihrem Mann Computerunterricht bekommt. Den eigentlichen Schulunterricht übernehmen indes tansanischen Lehrern, die auch auf dem Gelände wohnen. Ahnerts selbst leben mit ihren beiden Kindern, die die internationale Schule besuchen, in der Stadt.

CFI ist ein staatlich anerkannten Entwicklungsdienst mit Sitz in Stuttgart, der weltweit Fachkräfte entsendet, die einheimische evangelische Kirchen und christliche Organisationen in ihrem Dienst vor Ort unterstützen. Zu ihrem Entwicklungshilfeansatz gehört, dass der Schwerpunkt auf der Förderung und Ausbildung einheimischer Mitarbeiter liegt. Ahnerts verstehen sich daher eher als Berater. Wenn ihr Einsatz in zwei bis maximal sechs Jahren endet, soll das Projekt komplett in einheimischen Händen weitergeführt werden. Dafür arbeiten sie bereits heute eng mit tansanischen Kollegen zusammen. Einen Schulleiter und einen eigenen Sozialpädagogen suchen sie allerdings noch.

Viel Freizeit bleibt Ahnerts nicht. Sie sind in der internationalen Kirchengemeinde aktiv und vor wenigen Wochen haben Thomas Ahnert und sein Sohn Jannis erstmals den Hausberg Lupanga Peak bestiegen. Wenn das Budget es zulässt – Ahnerts bekommen ein sogenanntes Unterhaltsgeld, die Kosten ihres Aufenthalts trägt zu drei Vierteln der deutsche Staat, ein Viertel wird über Spenden finanziert – unternehmen sie auch mal Ausflüge, etwa in einen Nationalpark. Ob sie etwas vermissen? „Ja, unsere Freunde und Verwandten ‑ mehr als Luxussachen wie ein bestimmter Tee oder eine Spülmaschine“, sagt Doris Ahnert und ist doch noch immer mit Überzeugung dabei: „Ich finde es gut, dass wir es machen und wir sind froh, dass wir es zusammen machen und nicht alleine vor uns hin kämpfen.“

Im Internet berichten Ahnerts in regelmäßigen Abständen über ihr Leben als Entwicklungshelfer in Morogoro: http://www.elibariki.de

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