Wie dieser Waldburger auf den höchsten Bergen der Welt eine Theorie bestätigte

Lesedauer: 6 Min
Digitalredakteurin

Mit dem höchsten Berg Südamerikas hat alles angefangen. Als Student stieg Thomas Lämmle - ungeplanterweise allein - auf den 6.961 Meter hohen Aconcagua.

Und von diesem Moment an war er von einer Begeisterung gepackt, die ihn nie wieder losließ. Das Bergsteigen in großen Höhen wurde zu seinem Faible - und lange Zeit auch zu seinem Beruf. 

1998 auf dem ersten Achttausender, 2016 auf dem höchsten Berg der Welt

1998 stieg Thomas Lämmle auf seinen ersten Achttausender, 2016 erreichte er den Gipfel des Mount Everest (8848 Meter)- als erster Deutscher auf dieser Route ohne Sauerstoffgerät und ohne die Hilfe von Sherpas. Im Mai 2018 stieg er auf gleich zwei Achttausender in einer Woche: den Makalu (8485 Meter) und den Lhotse (8516 Meter), in direkter Nachbarschaft zum Everest.

Mit dem Höhenbergsteigen kam Lämmle nicht nur dem Himmel immer näher, sondern auch seinem Traum: Eigentlich hatte der Sonderpädagoge Medizin studieren wollen.

Spezielle Atemtechnik in großer Höhe

Diesen Traum erfüllte er sich nachträglich und ging an die Uni in Innsbruck, um Sportphysiologie zu studieren. Dort erforschte er, was auf über 8000 Metern über dem Meeresspiegel in der Lunge und in den Zellen des menschlichen Körpers geschieht.

Dieses Wissen half Thomas Lämmle, eine spezielle Atemtechnik zu entwickeln, mit der er bei guten Bedingungen ohne zusätzlichen Sauerstoff in große Höhen gehen kann.

Auf den Gipfel, um seine Forschung zu belegen

Als er 2016 auf den Mount Everest stieg, ging es ihm nicht in erster Linie darum, diesen besonderen Gipfel zu erreichen, oder um einen Punkt auf der Liste mit Dingen, die man getan haben will. Es ging ihm vor allem darum, seine Theorie zu beweisen - und außerdem machte er seiner heutigen Frau von dort oben einen Heiratsantrag. 

Was sind Podcasts und wie funktionieren sie?

Podcasts sind die Audioformate von Schwäbische.de. Redakteure und Medienmacher sprechen miteinander und mit Gästen über verschiedene Themen aus Politik, Gesellschaft und Sport. Man kann sie jederzeit und überall kostenlos anhören. Wie das funktioniert, hat Schwäbische.de in einem Video erklärt: 

Podcasts hören - so einfach geht's
Podcasts sind Audioformate, in denen Redakteure und Medienmacher von Schwäbische.de miteinander oder mit Gästen über Politik, Gesellschaft, Fußball und Psychologie sprechen. Wie man die kostenlosen Formate aufs Handy bekommt und überall hin mitnehmen kann, zeigt unser Video.
Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen