Was Aulendorfer Bürger beschäftigt

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 Bei der Einwohnerversammlung in Aulendorf ging es auch um das Neubaugebiet „Buchwald“.
Bei der Einwohnerversammlung in Aulendorf ging es auch um das Neubaugebiet „Buchwald“. (Foto: Sebastian Korinth)
Claudia Buchmüller

Gegen Ende der Aulendorfer Einwohnerversammlung machte ein Bürger aus Zollenreute seinem Unmut Luft, weil er die Windkraftproblematik im Röschenwald auf der Tagesordnung vermisste. „Wir betroffene Zollenreuter Bürger hätten uns gefreut, von Ihnen zwei, drei Sätze zum Thema Windkraft im Röschenwald zu hören“, sagte er und fügte hinzu: „Dies wird nicht sauber gehandelt in Aulendorf, zumal die Stadt gar nicht selber betroffen ist. Wir sind gerade richtig madig.“ Gegen den Vorwurf der unsauberen Arbeit wehrte sich Bürgermeister Burth vehement und bekräftigte: „Wir haben bisher großen Wert auf gute Öffentlichkeitsarbeit gelegt und werden dies auch in Zukunft tun. Alle Informationen, die wir haben, haben Sie auch.“ Ein weiterer Zuhörer sprach von Tausenden von Betroffenen durch Infraschall. Burth verwies auf die laufenden Gutachten, die mit Sicherheit ein Jahr dauern würden. Vorher sei nichts Neues zu erwarten. Er nehme die Bedenken sehr ernst. „Aber das Argument Landschaftsbild lasse ich für mich nicht gelten“, betonte Burth zum Abschluss. (cbm)

Bei der jüngsten Einwohnerversammlung von Aulendorf hat es noch weitere Themen gegeben, die rege diskutiert wurden. Hierzu gehörte das Neubaugebiet „Buchwald“.

Bürgermeister Matthias Burth informierte die Anwesenden bei einem kurzen Rückblick, dass hier von verschiedenen Büros städtebauliche Vorentwürfe angefertigt worden seien, wobei das Büro Kasten aus Aulendorf letztendlich den Zuschlag erhalten habe.

Der Gemeinderat genehmigte den Vorentwurf, im November 2018 sei der Auftrag erteilt worden. In den vergangenen Monaten hätten die Planungen für die Beseitigung des Oberflächenwassers in Abstimmung mit dem Landratsamt stattgefunden. Und seit September würden die Lärmgutachten vorliegen, die keine Einwände ergeben haben.

Nachfragen gab es betreffend der Geschosshöhe, die laut Burth auf zwei Geschosse begrenzt ist und der Anzahl der Bauplätze, die er auf etwa 60 bezifferte. Auch wurde gefragt, ob die Ansiedlung eines Einkaufsmarktes geplant sei. Diese verneinte der Bürgermeister. Anwohner des angrenzenden Baugebietes äußerten sich sehr besorgt wegen der Verkehrsführung, zumal die extrem schmale Hillstraße bereits heute als Rennstrecke genutzt werde, da sie durch kein Tempolimit beschränkt sei. Neben einem Tempolimit könnten auch Schwellen Abhilfe schaffen, schlug ein Zuhörer vor.

Weiter wurden große Bedenken geäußert, ob nicht doch später eine Verbindungsstraße zur Heinestraße geschaffen und damit das Naherholungsgebiet zerstört werde. Auch die Bitte nach einem Bebauungsplan, der solche Steinwüsten anstatt Gärten nicht zulässt, wurde laut. Diesem Gedankenaustausch schloss sich die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Entwicklung eines Gesamtverkehrskonzeptes an.

„Es kann ja nicht sein, dass es für dieses Premiumbaugebiet eine Verkehrsberuhigung gibt, und wir Anwohner der Hillstraße bekommen nichts,“ bemerkte eine Zuhörerin. All dies würde sicher nach Erstellung des Bebauungs- und Erschließungsplans bei einer Informationsveranstaltung im Einzelnen besprochen werden, versprach das Stadtoberhaupt.

Was die allgemeine Verkehrssituation in der Stadt betrifft, wurde bei der Versammlung neben dem Kreisverkehr an der Schwarzhausstraße mehrfach der Wunsch nach einer mobilen oder stationären Geschwindigkeitskontrolle in der Hauptstraße geäußert. Auch die Gefahrenstelle im Bereich Kirche/Schussenrieder Straße/Hauptstraße wurde von den Anwesenden diskutiert.

Die Hoffnung, hier eine Änderung zu erreichen, sei gering, erklärte Burth, da alle bisherigen Begehungen erfolglos waren. Positiv dagegen sei, dass nach Fertigstellung der Hauptstraße die Radwegführung der Poststraße rechtsseitig bis zur Bushaltestelle Schulzentrum weitergeführt werde. In diesem Zusammenhang berichtete er auch von der guten Zusammenarbeit mit der Initiative Radgipfel.

Gegen Ende der Aulendorfer Einwohnerversammlung machte ein Bürger aus Zollenreute seinem Unmut Luft, weil er die Windkraftproblematik im Röschenwald auf der Tagesordnung vermisste. „Wir betroffene Zollenreuter Bürger hätten uns gefreut, von Ihnen zwei, drei Sätze zum Thema Windkraft im Röschenwald zu hören“, sagte er und fügte hinzu: „Dies wird nicht sauber gehandelt in Aulendorf, zumal die Stadt gar nicht selber betroffen ist. Wir sind gerade richtig madig.“ Gegen den Vorwurf der unsauberen Arbeit wehrte sich Bürgermeister Burth vehement und bekräftigte: „Wir haben bisher großen Wert auf gute Öffentlichkeitsarbeit gelegt und werden dies auch in Zukunft tun. Alle Informationen, die wir haben, haben Sie auch.“ Ein weiterer Zuhörer sprach von Tausenden von Betroffenen durch Infraschall. Burth verwies auf die laufenden Gutachten, die mit Sicherheit ein Jahr dauern würden. Vorher sei nichts Neues zu erwarten. Er nehme die Bedenken sehr ernst. „Aber das Argument Landschaftsbild lasse ich für mich nicht gelten“, betonte Burth zum Abschluss. (cbm)

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