Vor 340 Jahren wurden die Narren losgelassen

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 Die Narrenzunft Aulendorf an ihrem Gründungstag, dem 11. November 1949.
Die Narrenzunft Aulendorf an ihrem Gründungstag, dem 11. November 1949. (Foto: Narrenzunft Aulendorf)
Schwäbische Zeitung

Die Narrenzunft Aulendorf feiert am Montag, 11. November, um 11.11 Uhr im Ritterkeller in Aulendorf gleich drei Geburtstage.

Wie es in einer Pressemitteilung der Narrenzunft heißt war es im Jahr 1679, also vor genau 340 Jahren, als Aulendorf durch die Grafen zu Königsegg-Aulendorf ein narrenfreier Tag gewährt wurde. Es sei zwar nicht belegt, aber auch nicht auszuschließen, dass sich zu dieser Zeit nicht nur Handwerker, Musikanten und Gaukler zu Zünften zusammen schlossen, sondern auch Fasnetsnarren.

Der Narrengeist war also in Aulendorf seit Jahrhunderten nicht nur zu Hause, sondern brach bereits 1939, also vor 80 Jahren, „zu überwältigendem, die ganze Bevölkerung erfassendem Leben aus. Sie war, ohne feste, organisatorische Grundlage, durch den Einsatz von Herrmann Siller, Gotthilf Aisenbrey, Ignaz Efinger und Brauereidirektor Eisele zu Stande gekommen“.

Der erste Narrenzug, unter Mitwirkung der Aulendorfer Musikapelle, der ersten Hexen und zahlreichen Clowns, wurde auf den Weg gebracht. Selbst der Bürgermeister wurde damals schon abgesetzt. Dann beendete der Zweite Weltkrieg allerdings das närrische Treiben jäh. Doch zehn Jahre später sei die Fasnetszeit nicht vergessen gewesen.

Nach der Absetzung des Bürgermeisters wurden weitere Masken – Schnörkele, Fetzle, Tschore und Rätsch – der Bevölkerung vorgestellt. Am 5. November 1949 wurde die zwischenzeitlich erarbeitete Satzung angenommen und am 11. November 1949, also vor 70 Jahren, feierlich die Narrenzunft Aulendorf gegründet. Der erste Zunftmeister war Erwin Glonegger. Bereits ein Jahr später zählte die Narrenzunft Aulendorf 300 Mitglieder.

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