Paula zu Fürstenberg
Paula zu Fürstenberg (Foto: Haus Fürstenberg)

Paula Fürstin zu Fürstenberg ist am Sonntag im Alter von 92 Jahren verstorben. Sie wurde am 22. Mai 1926 in Aulendorf als Tochter von Joseph Erwin Graf zu Königsegg-Aulendorf und seiner Gemahlin Lucia geboren und war die Schwester von Johannes Graf zu Königsegg-Aulendorf aus Königseggwald.

Fürstin Paula verbrachte ihre Jugend mit fünf Geschwistern auf den Schlössern in Aulendorf und Königseggwald. Dort heiratete sie 1947 Erbprinz Joachim zu Fürstenberg und feierte dort auch 1997 die goldene Hochzeit. Mit ihrem Mann lebte sie viele Jahre auf Schloss Hohenlupfen, dem Wahrzeichen der Stadt Stühlingen. 1964 zog die Familie nach Donaueschingen in das Salzmannhaus am Karlsplatz um, wo sie am Dreikönigstag im Kreis ihrer Familie verstorben ist. Das Paar hat sechs Kinder. Fürstin Paula konnte sich ebenso über elf Enkel und acht Urenkel freuen. Fürst Joachim war von 1973 bis zu seinem Tod im Jahr 2002 Chef des Adelshauses, dem seither Fürst Heinrich als erstgeborener Sohn vorsteht.

„Fürstin Paula hat von sich aus nie die öffentliche Bühne gesucht“, heißt es in dem Nachruf des Hauses Fürstenberg. Menschen, die sie näher kennenlernen durften, fühlten sich sofort einbezogen in eine Atmosphäre von Vertrauen, großer Güte und menschlicher Wärme. Fürstin Paula engagierte sich aus innerster Überzeugung auf karitativem Gebiet. In der unmittelbaren Nachkriegszeit hat sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester im Säuglings- und Kinderkrankenhaus Ravensburg gemacht und als Krankenschwester gearbeitet. Fürstin Paula sei ein tiefgläubiger und kirchlich sehr engagierter Mensch gewesen.

Für alle, die zusammen mit der Familie Fürstenberg trauern möchten, findet am Donnerstag, 10. Januar, um 18 Uhr, in der Stadtkirche St. Johann in Donaueschingen eine Rosenkranzandacht statt. Das Requiem ist am Freitag um 12 Uhr in St. Johann.

Die Fürsten zu Fürstenberg gehören zum ältesten europäischen Hochadel. Residenz der Familie ist seit 1723 Donaueschingen. Mit Schloss Heiligenberg besitzt das Haus zudem eines der bedeutendsten Renaissancedenkmäler nördlich der Alpen.

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