Tradition des Maibaumstellens trotzt Corona

 Die Maibäume (von links) in Aulendorf, Blönried, Münchenreute, Tannhausen und Zollenreute
Die Maibäume (von links) in Aulendorf, Blönried, Münchenreute, Tannhausen und Zollenreute (Foto: Foto-Collage: Claudia Buchmüller)
Schwäbische Zeitung

Eigentlich hatte die Stadt Aulendorf mitgeteilt, dass das traditionelle Maibaumstellen aufgrund der derzeitigen Infektionslage abgesagt werden muss. Weiter wurde explizit auf die geltenden Ausgangsbeschränkungen hingewiesen. Dennoch können in Aulendorf und allen Teilorten Maibäume bewundert werden.

Es gibt sogar einen Kindermaien

Liebevoll geschmückt, teilweise mit Wappen und Sprüchen auf Holztafeln versehen, begrüßen sie wie in den Zeiten vor Corona den Monat Mai. In Münchenreute gibt es sogar neben dem großen Maibaum einen kleinen Kindermaien. „Tradition & Brauchtum sind nicht nur unsere Wurzeln, sondern stehen auch für Gemeinschaft und Zusammenhalt“, steht auf dem Schild unterhalb des mit bunten Bändern versehenen Kranzes des Maibaums auf dem Schlossplatz in Aulendorf.

Ein Hoffnungsschimmer

Wann und von wem die Bäume aufgestellt wurden, bleibt ein Geheimnis. Ein Bürger, der nicht genannt werden möchte, sagte im Gespräch mit der SZ: „Wenn es Leute gibt, die so viel Wert auf Traditionen legen, werden die mit Sicherheit auf sich aufgepasst haben. Das kann ja auch eine Familie gewesen sein oder alle haben vorher einen Schnelltest gemacht, Arbeiten gehen muss man schließlich auch. Für mich ist das auf jeden Fall ein Hoffnungsschimmer in dieser seltsamen Zeit und auch ein kleines Stück Normalität“.

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