Teilnehmerrekord beim Betriebshof-Ferienprogrammtag

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Claudia Buchmüller

20 Mädchen und 28 Jungs im Alter von vier bis 13 Jahren wuseln am Dienstagmorgen auf dem Gelände und in der Fahrzeughalle des Betriebshofs der Stadt Aulendorf herum. „48 Kinder, das ist der bisherige Rekord“, freut sich der stellvertretende Betriebshofleiter Daniel Kühny, der seit der erstmaligen Teilnahme beim Ferienprogramm hierfür die Verantwortung übernommen hat.

Kühny mutmaßt, dass dies an der Herabsetzung der Altersgrenze liege. Auf jeden Fall hätten sich alle Mitarbeiter schon lange auf diesen Tag gefreut, fügt er hinzu und tatsächlich strahlen die teilnehmenden Kinder mit den zwölf betreuenden Betriebshofangehörigen um die Wette.

„Foul“ ruft Betreuer Hamza al Dakhil, den Hockeyschläger schwingend und das Spiel wird gestoppt. Die kleinen Mitspieler Gabriel und Jason (neun Jahre) haben kurz Zeit und erklären im Gespräch mit der SZ, wie „supercool“ es hier ist. Dass sie spielen dürfen, was sie wollen und nicht irgendwo mitmachen müssen, ist ihnen ganz wichtig. So gibt es auch nirgendwo lange Warteschlangen. Wenn etwa zu viele anstehen, um mit der Arbeitsbühne des Bauhoftraktors in luftige Höhen transportiert zu werden, wechseln die Kinder automatisch zu Spielen, die gerade weniger belagert sind. Etwa zur Rollenrutsche, bei der die Kinder in einer Kiste sitzend über Rollen durch die Halle gleiten, stets begleitet von einem Bauhofmitarbeiter, der darauf achtet, dass sie nicht von der Bahn abkommen.

Flaschenangeln begeistert

Andere Kinder fahren mit einem Kettcar den Wiesenhang hinunter und wieder andere erproben derweil die aufgebaute Ballröhre oder bemalen eine Holzblume. Die von der Aulendorfer Schreinerei Thaler gespendeten Schablonen sind nicht nur bei den Mädels beliebt, auch Jungs beteiligen sich gerne an der Malaktion. „Da freut sich meine Mama bestimmt riesig, wenn ich ihr eine Blume mitbringe“, hofft etwa Lukas und taucht den Pinsel in grüne Farbe um die Blütenblätter zu bemalen.

Ein wenig weiter drüben betreut Ali Hussein das Angelspiel, das von einem Bauhofmitarbeiter extra für das Ferienprogramm konstruiert wurde. Hoch konzentriert versuchen die Kinder mit einem an einer Schnur angebrachten Ring eine Flasche zu angeln. „Das ist ganz schön schwer“, sagt der kleine Justin mit ernstem Blick und Betreuer Hussein verweist auf das angeschlossene Zeitmessgerät und die eingestellte Zwei-Minuten-Grenze, innerhalb derer die Aufgabe erledigt sein sollte.

Im Außenbereich erfreut sich ein weiteres Messgerät großer Beliebtheit. Anhand einer Geschwindigkeitsanzeige können die Kinder prüfen, wie schnell sie unterwegs sind. So stellen sich viele Kinder immer wieder an, um spurtend oder mit einem der vielen Fahrzeuge aus dem Spielofant die Teststrecke zu bewältigen und freuen sich neben der Kilometeranzeige zusätzlich über ein lachendes Gesicht. Am Schluss gab es auf allen Seiten lachende Gesichter und die Eltern konnten rundum zufriedene und glückliche Kinder in Empfang nehmen.

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