Tagesklinik in Aulendorf wird zehn Jahre alt

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 Die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Tagesklinik startete für die Anwesenden mit erlebnistherapeutischen Elementen.
Die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Tagesklinik startete für die Anwesenden mit erlebnistherapeutischen Elementen. In der Bildmitte mit geblümter Bluse ist die ärztliche Leiterin der Tagesklinik, Corinna Wahrenberger-Bromenne, rechts daneben Gastrednerin Marianne Klein zu sehen, Leiterin der Tageskliniken am Klinikum Weissenhof. (Foto: Claudia Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Es ist ein recht ungewöhnlicher Einstieg mit erlebnistherapeutischen Elementen gewesen: Die Gäste der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des ZfP Südwürttemberg bekamen am Mittwochnachmittag in Aulendorf die Aufgabe, paar- oder gruppenweise durch ein geschwungenes Seil zu springen. Im Anschluss an die Übungen ging es dann traditionell weiter. Corinna Wahrenberger-Bromenne, ärztliche Leiterin der Tagesklinik, gab einen Rückblick über die Entwicklung der Klinik seit deren Beginn im Jahr 2009.

Im Februar zog die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des ZfP Südwürttemberg in das damals noch als „grünes Haus“ bekannte Gebäude der Schussentalklinik. Damit wurde eine große Versorgungslücke geschlossen und ein teilstationäres, wohnortnahes Therapieangebot für psychisch kranke Kinder und Jugendliche geschaffen. Der Standort Aulendorf sei bewusst gewählt worden, da er als Eisenbahnknotenpunkt mit der Bahn gut erreichbar ist und zudem im Einzugsgebiet der Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und Biberach liegt.

Unterstützt durch Schautafeln und Tabellen schilderte Wahrenberger-Bromenne der Tagesklinik in ihrem Vortrag die Entwicklung „Vom Start bis zur vollen Fahrt“. Dabei lies sie anfängliche Probleme keineswegs außen vor, berichtete über Fortschritte, lobte das Tandem Pflege und Therapie und bedankte sich beim Team der Schussentalklinik für die unkomplizierte Nachbarschaft. „Wir haben die Kinderschuhe hinter uns gelassen und sind in der Region angekommen“ so ihre allgemeine Bewertung. Dies läge nicht zuletzt auch an der Zusammenarbeit mit den Schulen der Region, die sofort bereit waren, an Heimatschulversuchen teilzunehmen. Nach einem Vortrag der Gastrednerin Dr. Marianne Klein hatten die geladenen Gäste die Möglichkeit zur Besichtigung der Tagesklinik.

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