Social-Media-Kanäle: Richtlinien festgelegt

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Die Stadt Aulendorf will künftig stärker für sich auf Facebook und Instagram werben.
Die Stadt Aulendorf will künftig stärker für sich auf Facebook und Instagram werben. (Foto: dpa/Yui Mok)

Die Stadt Aulendorf will sich stärker über Soziale Medien bekannt machen und Tagestouristen anlocken. Dafür betreibt die Stadt eine eigene Seite bei Facebook und ein Profil bei Instagram. Jetzt hat der Gemeinderat die Richtlinien beschossen, wie die Stadt sich auf diesen Kanälen darstellen will. Aus ihnen geht klar hervor: die Stadt will auf Social Media Werbung für sich machen, aber keine Plattform für andere als touristische Themen sein.

Veranstaltung ja, politische Beiträge nein; das ist die Kurzform des zweiseitigen Redaktionsstatuts, das sich die Stadt nun - ähnlich wie für ihr Amtsblatt „Aulendorf aktuell“ - gegeben hat. Verantwortlich für den Inhalt ist der Bürgermeister. In der Praxis zuständig sein wird der Fachbereich „Tourismus“. Die Stadtverwaltung muss alle eingereichten Beiträge entsprechend ihrer presserechtlichen Verantwortung und ihres Redaktionsstatus prüfen. Und letztlich gilt: Es besteht kein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung.

Dass die städtischen Soial-Media-Kanäle nicht Teil der Meinungspresse sind, erklärt sich mit dem starken Marketingansatz zwar von selbst, ist aber auch nochmals explizit im Redaktionsstatut festgehalten. Veröffentlichen will die Stadt nur Mitteilungen, die auf Veranstaltungen und Aktivitäten mit lokalem Bezug hinweisen oder darüber beichten und von allgemeinem Interesse sind. Aufgenommen werden „ausschließlich Veröffentlichungen mit touristischem Hintergrund“, heißt es dort ebenfalls. Genauso wie: „Eine Veröffentlichung von Leserbriefen oder von sonstigen Äußerungen einzelner Personen erfolgt nicht“. Wie sie das auf einer Austauschplattform wie Facebook durchsetzen will, dazu sagt das Redaktionsstatut nichts.

Teil dieser Marketingbemühungen sind zudem Gewinnspiele, die regelmäßig durchgeführt werden sollen. Dass der Tourismus im Vordergrund stehen soll, wird auch über die Namensgebung deutlich: beide städtischen Kanäle au den genannten Plattformen müssen laut Redaktionsstatut die Bezeichnung „Tourismus in Aulendorf“ führen. Für Instagram ist das bereits geschehen. Das Profil heißt seit kurzem „stadtaulendorf_tourismus“. Die Facebookseite heißt indes noch „Schloss- und Kinderfest Aulendorf“. Dort erscheinen aber bereits seit geraumer Zeit auch andere Veranstaltungsinfos, was das BUS bereits in seinem Prüfantrag zum Haushaltsplan 2018 zum Anlass nahm, eine Umbenennung und Einrichtung eines Facebook-Auftritts für die Stadt zu fordern.

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