Schwarzbauten werden nicht zwingend abgerissen

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Schwarzbauten können mit Bußgeldern bis 100 000 Euro geahndet werden.
Schwarzbauten können mit Bußgeldern bis 100 000 Euro geahndet werden. (Foto: Symbolbild: dpa/Bernd Wüstneck)

Das Landratsamt Ravensburg ist für 14 kleinere Gemeinden als Baurechtsbehörde für die Genehmigung von Bauanträgen zuständig. Sie hört im Rahmen des Verfahrens auch die jeweiligen Verwaltungen an, deshalb beschäftigen sich auch städtische Gremien mit Baugesuchen und erteilen oder verweigern ihr Einvernehmen. Etwa 600 Bauanträge prüft das Landratsamt für diese Gemeinden im Jahr. Eine Statistik, wie oft ohne Baugenehmigung gebaut wird, gebe es nicht, teilt Ursula Rückgauer, Sachbearbeiterin Baurecht, mit. Sie schätzt aber, dass es an größeren Fällen – dazu zählt etwa auch der aktuelle Aulendorfer Fall – etwa fünf pro Jahr sind. „Dass jemand ein ganzes Wohnhaus schwarzbaut, kommt nicht jedes Jahr vor“, sagt sie. Kleinere Fälle – also beispielsweise ein Carport, ein Gartenhäuschen oder eine Stützmauer – gibt es öfter. Rückgauer spricht von 60 bis 80 im Jahr. Wann eine baurechtliche Ordnungswidrigkeit – dazu zählt auch ein landläufiger Schwarzbau – vorliegt, die mit einem Bußgeld geahndet wird, regelt die Landesbauordnung (LBO) in Paragraph 75. Er sieht Bußgelder bis zu 100 000 Euro vor. Einen festgelegten Bußgeldkatalog analog wie bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt es in Baden-Württemberg im Baurecht nicht, wie Rückgauer erklärt. Die Behörde entscheide daher in jedem Einzelfall anhand verschiedener Kriterien über die Höhe und wägt dabei ab, ob es Vorsatz oder Fahrlässigkeit war, ob es sich um einen Wiederholungstäter handelt, ein wirtschaftlicher Vorteil entstanden ist, oder auch, wie es um die Angemessenheit der Strafe, Vergleichsfälle und Vorbildwirkung bestellt ist. (pau)

Dass jemand ohne Baugenehmigung baut, das kommt immer wieder einmal vor. In Aulendorf hat jüngst der Anbau an die im Entstehen befindliche Ferienwohnanlage der Schwabentherme für Ärger gesorgt (SZ...

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