Schulhöfe: Rauchen und Alkohol sind ab sofort tabu

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Auf Aulendorfer Schulhöfen gilt ein Alkohol-Verbot.
Auf Aulendorfer Schulhöfen gilt ein Alkohol-Verbot. (Foto: Symbol: dpa)

Ruhestörungen, Müll, Glasscherben und Vandalismus: Bei den städtischen Schulhöfen und auf den Sportgeländen in Aulendorf hat es zuletzt immer wieder massive Probleme gegeben. Daher hat sie Stadtverwaltung eine Nutzungssatzung erlassen. Alkoholkonsum und Rauchen sind künftig verboten – ansonsten drohen Bußgelder.

Vor allem im Sommer und in den Abendstunden sowie an Wochenenden sind nach Angaben der Verwaltung die Probleme gehäuft aufgetreten. Verantwortlich für Vandalismus und Ruhestörungen seien Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Im Jahr 2010 wurde bereits vom Gemeinderat eine Polizeiverordnung zur Begrenzung des Alkoholkonsums auf den Flächen der örtlichen Schulen und des Stadtparks beschlossen. Rechtsgrundlage dafür boten Richtlinien aus dem Polizeigesetz Baden-Württemberg. Durch die Änderung des Gesetzes im Dezember vergangenen Jahres fällt die Grundlage für ein örtliches Alkoholverbot weg. Um dies laut Polizeigesetz durchzusetzen, müssten laut Stadtverwaltung jährlich 100 alkoholbedingte Straftaten oder regelmäßige Ansammlungen von mehr als 100 Personen nachgewiesen werden – beide Faktoren erfülle Aulendorf nicht.

Daher hat die Stadt nun die Benutzerordnung für die städtischen Schulhöfe und Schulgelände erlassen. Die Schulen wurden nach Angaben der Stadt bereits informiert. Mit Hinweisschildern soll auf die Regeln aufmerksam gemacht werden. Demnach darf gemäß Paragraf 7 sieben der Satzung auf den Schulhöfen und Sportgeländen kein Alkohol konsumiert werden und nicht geraucht werden, erläuterte die Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montag. Zudem dürfen keine Hunde auf das Gelände und Belästigungen jeder Art seien zu unterlassen. Die Möglichkeit für Bußgelder regelt nach Auskunft der Stadt Paragraf 8 der Satzung. Die Höhe könne je nach Tatbestand zwischen fünf und 1000 Euro betragen und liege im Ermessen der Stadtverwaltung.

Der Gemeinderat segnete die Satzung einstimmig ab.

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