Regionalverband: SPD-Fraktion hat viele Themen im Blick

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 Die SPD-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (von links): Ministerialrat a.D. Norbert Zeller aus Friedrichshafen (
Die SPD-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (von links): Ministerialrat a.D. Norbert Zeller aus Friedrichshafen (Fraktionsvorsitzend er), Bürgermeister Jan Zeitler aus Überlingen, Susanne Jäger aus Leibertingen, Gerhard Lang aus Wangen und Ernst Deuer aus Aulendorf (stellvertretender Fraktionsvorsitzender). (Foto: SPD)
Schwäbische Zeitung

Der Aulendorfer Ernst Deuer ist neues Mitglied des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben. Er wurde einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt, die in der neuen Wahlperiode aus fünf Mitgliedern besteht. Deuer ist Nachfolger für den im September verstorbenen Pascal Friedrich, Aulendorfer SPD-Stadtrat und Stadtbaumeister von Bad Saulgau. Wie die SPD in einem Pressetext mitteilt, hat die Fraktion viele Themen im Blick. Dazu zählt unter anderem die anstehende Hochstufung Aulendorfs zum Unterzentrum sowie der Umgang mit Rohstoffen und das Thema Mobilität.

Vor 15 Jahren wurde Friedrich erstmals vom Kreistag des Landkreises Ravensburg in den Regionalverband entsandt. Dadurch konnte er dort die Interessen seiner Heimatstadt Aulendorf und seine Sachkompetenz als Architekt und später als Stadtbaumeister in Bad Saulgau einbringen, teilt die SPD weiter mit. Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben umfasst die Ladkreise Sigmaringen, Bodenseekreis und Ravensburg. Die fünfköpfige SPD-Fraktion im Regionalverband besteht nun aus: Ministerialrat a.D. Norbert Zeller aus Friedrichshafen (Fraktionsvorsitzender), Bürgermeister Jan Zeitler aus Überlingen, Susanne Jäger aus Leibertingen, Gerhard Lang aus Wangen und Ernst Deuer aus Aulendorf (stellvertretender Fraktionsvorsitzender).

Aulendorf könnte profitieren

Die künftigen Themen zeichnen sich laut Pressetext bereits deutlich ab. Der neue Regionalplan stehe vor der Verabschiedung und Aulendorf könne profitieren. „Die erwartbare wie berechtigte Hochstufung von Aulendorf zum Unterzentrum ist ein wichtiger Meilenstein. Denn Unterzentren unterscheiden sich von den Kleinzentren vor allem durch die qualifiziertere Ausstattung in der Grundversorgung.“ Dies könne bei der Diskussion um Schul-, Arzt- oder Einzelhandelsstandorte eine wichtige Bedeutung haben. „Umso mehr überrascht an dieser Stelle auch, dass der Ravensburger Kreistag das berufliche Gymnasium aus Aulendorf abzieht und stattdessen in Ravensburg konzentriert. Damit geht für den ländlichen Raum ein wichtiges wohnortnahes Schulangebot verloren“, teilt Ernst Deuer in der Pressemitteilung mit. Die SPD-Fraktion im Kreistag sei geschlossen gegen die Verlagerung nach Ravensburg gewesen. „Aber CDU, Freie Wähler und auch Grüne entschieden sich zu Lasten der Region um Aulendorf“, kritisiert Deuer in dem Pressetext.

Ein besonderer Fokus der SPD gelte im Regionalverband dem „ressourcenschonenden Umgang mit unseren endlichen Rohstoffen. Die Sozialdemokraten setzen sich auch weiterhin dafür ein, dass im Bereich Kies und Sand die Transporte möglichst kurz ausfallen und die Rohstoffe möglichst geschützt werden. Der Export dieser begrenzten Ressourcen ist daher kritisch zu sehen“. Darüber hinaus würden die Sozialdemokraten im Regionalverband verstärkt auf Zulassung regenerativer Energien setzen, insbesondere auf die Windenergie und Solaranlagen, führt Deuer in dem Pressetext weiter aus. Mit dem Verbandsdirektor Wilfried Franke sei sich die SPD-Fraktion einig, dass beim Artenschutz der Schutz der Population statt Einzelexemplaren der richtige Weg sei. Ein weiterer Schwerpunkt in der Region Bodensee-Oberschwaben sei für die Sozialdemokratie ein neues Verständnis von Mobilität. „Wir dürfen nicht länger ausschließlich den Verkehr auf den Straßenbau reduzieren“, wird Fraktionsvorsitzender Norbert Zeller in dem Pressetext zitiert. Wichtig sei es, alle Verkehrsebenen zu berücksichtigen. Dies gelte vor allem für die Schiene aber auch für den Fußgänger- und Radverkehr. So müssten Radschnellwege in der Region stärker forciert werden.

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