Regina Riest liest im Studienkolleg

Lesedauer: 4 Min
 Regina Riest stellte ihren Roman „Stiller Bach“ vor.
Regina Riest stellte ihren Roman „Stiller Bach“ vor. (Foto: Studienkolleg)
Schwäbische Zeitung

Die Autorin Regina Riest hat im Foyer der Kulturhalle Blönried ihren Kriminalroman „Stiller Bach“ vorgestellt. Klaus Schneiderhan, Schulleiter des Studienkollegs, freue sich besonders, dass Riest, die lange Jahre am Studienkolleg die Fächer Englisch und Französisch unterrichtet habe, nun als Krimiautorin an der Schule zu Gast sei, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei einer kurzen Vorstellung erklärte die Autorin, wie es dazu kam, dass sie während ihres Erziehungsurlaubs einen Regionalkrimi geschrieben habe. Mit einem Wettbewerb, ausgeschrieben vom Emons-Verlag, der Buchhandlung Ravensbuch und der „Schwäbischen Zeitung“, habe es begonnen. Damit sei auch der Rahmen für die Handlung gesteckt gewesen: Der Krimi musste in der Region Oberschwaben-Bodensee und in der Gegenwart spielen. 40 Teilnehmer hätten sich der Herausforderung gestellt, heißt es in dem Pressetext. Im Finale setzte sich Regina Riest mit „Stiller Bach“ durch. Die Autorin – der Name ist ein Pseudonym – ist seit 2001 in Weingarten zu Hause. Sie ist 1967 geboren, verheiratet und Mutter eines Sohnes. Ehrenamtlich engagiert sich Regina Riest laut Mitteilung im Bereich Leseförderung und Deutsch als Zweitsprache.

Die Lesung begann mit dem ersten Kapitel und den Worten: „Kindgerecht ist anders“ – schon der Romananfang zeigt Regina Riests feines Gespür für das Komische im Alltäglichen. Eine Grundschullehrerin, die kurz vor ihrer Pensionierung steht, ist mit ihrer Klasse bei einem Ausflug am Stillen Bach. Eine ehrgeizige Referendarin hatte eine „kindgerechte Führung“ gebucht, die allerdings komplett am Ziel vorbei schießt.

Und während die erfahrene Lehrerin noch darüber sinniert, dass am Stillen Bach mit seinem niedrigen Wasserstand wenigstens keins der Kinder ertrinken könne, entdecken zwei der Jungs prompt eine Leiche im sonst so idyllischen Wasserlauf oberhalb Weingartens. Nun tritt Karl Maibach, Kommissar und damit Hauptfigur des Krimis, auf. Er wurde aufgrund der Polizeireform nach Friedrichshafen versetzt und muss nun mit seinem Team die Ermittlungen führen. „Der Mörder ist immer der Gärtner“, sagte Regina Riest, lachte und las anschließend eine temporeiche Passage des Romans vor, in der ein Verdächtiger, der bei einer Gartenbaufirma arbeitet, sich eine Verfolgungsjagd durch ein Ravensburger Villenviertel in bester Hanglage liefert. Der Roman enthält laut Mitteilung viel vom natürlichen Charme und Humor der Autorin. Regina Riest betonte in der Fragerunde der Zuhörer, dass viele Erfahrungen als Lehrerin, als Hausfrau und Mutter in Weingarten und als ehrenamtliche Helferin in den Roman eingeflossen seien. Trotzdem sei der Roman und alles was darin vorkommt erfunden, fiktional – die „kindgerechte Führung“ am Stillen Bach zum Beispiel gebe es nicht. Eine weitere Lesung findet im April in der Alten Kirche in Mochenwangen statt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen