Referenten am LAZBW sind dem Wolf auf der Spur

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Janosch Arnold ist Leiter der Wildforschungsstelle und informierte über Verhalten und Ökologie des Wolfs.
Janosch Arnold ist Leiter der Wildforschungsstelle und informierte über Verhalten und Ökologie des Wolfs. (Foto: Paulina Stumm)

Verbreitung von Wölfen

73 Rudel, 30 Paare, 3 Einzeltiere – so viele Wölfe sind Forschern in Deutschland derzeit bekannt. „Die Zahl der Rudel ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, erklärte Referentin Laura Huber-Eustachi von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württembergs (FVA) in Freiburg. Dabei galt der Wolf Ende des 19. Jahrhunderts als ausgerottet, erst seit er unter strengen Naturschutz gestellt wurde, breitet er sich seit den 1990er-Jahren in Deutschland wieder aus, auch in Baden-Württemberg. 2018 gingen bei Huber-Eustachi und ihren Kollegen mehr als 600 tatsächliche oder angebliche Wolfsichtungen ein. Tatsächlich über Foto, Film, ein totes Tier, einen genetischen Fingerabdruck oder von Fachleuten beurteilte Spuren oder Risse nachgewiesene Wölfe waren es indes weniger als 50. Einen Schwerpunkt bildet der Nordschwarzwald, wo es in den vergangenen Jahren auch zu Nutztierrissen durch den Wolf kam. Anfang 2018 wurde auch in Ostrach (Kreis Sigmaringen) ein Wolf über Film und Bild nachgewiesen. Ein einzelner Nachweis ist dabei kein Beleg, dass der Wolf dort dauerhaft lebt. Trotzdem, so betonte Huber-Eustachi: „Die weitere Zuwanderung von Wölfen ist jederzeit zu erwarten.“

Wolfsmeldungen nimmt die FVA jederzeit entgegen unter Telefon 0761/4018274 oder per E-Mail an info@wildtiermonitoring.de (pau)

Der Wolf ist zurück: 73 Rudel leben laut Forschern heute in Deutschland, Tendenz steigend. Bei einer Tagung in Aulendorf ging es nun darum, wie der Wolf tickt – und um Weidetiere als Beute.

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Verbreitung von Wölfen

73 Rudel, 30 Paare, 3 Einzeltiere – so viele Wölfe sind Forschern in Deutschland derzeit bekannt. „Die Zahl der Rudel ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, erklärte Referentin Laura Huber-Eustachi von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württembergs (FVA) in Freiburg. Dabei galt der Wolf Ende des 19. Jahrhunderts als ausgerottet, erst seit er unter strengen Naturschutz gestellt wurde, breitet er sich seit den 1990er-Jahren in Deutschland wieder aus, auch in Baden-Württemberg. 2018 gingen bei Huber-Eustachi und ihren Kollegen mehr als 600 tatsächliche oder angebliche Wolfsichtungen ein. Tatsächlich über Foto, Film, ein totes Tier, einen genetischen Fingerabdruck oder von Fachleuten beurteilte Spuren oder Risse nachgewiesene Wölfe waren es indes weniger als 50. Einen Schwerpunkt bildet der Nordschwarzwald, wo es in den vergangenen Jahren auch zu Nutztierrissen durch den Wolf kam. Anfang 2018 wurde auch in Ostrach (Kreis Sigmaringen) ein Wolf über Film und Bild nachgewiesen. Ein einzelner Nachweis ist dabei kein Beleg, dass der Wolf dort dauerhaft lebt. Trotzdem, so betonte Huber-Eustachi: „Die weitere Zuwanderung von Wölfen ist jederzeit zu erwarten.“

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