Radbörse in Aulendorf sehr gut besucht

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SGA-Helfer Albert Unger berät bei der aulendorfer Radbörse Xenia Rey beim Fahrradkauf.
SGA-Helfer Albert Unger berät bei der aulendorfer Radbörse Xenia Rey beim Fahrradkauf. (Foto: Fotos: Claudia Buchmüller)

Rund 30 Helfer waren am Samstagnachmittag bei der Radbörse mit Brettles-Markt der SGA-Abteilung Wintersport in der Stadthalle Aulendorf im Einsatz. Die Möglichkeit, auch Ski und Snowboards zu bringen, nutzte jedoch lediglich ein einziger Verkäufer.

Insgesamt rund 200 Artikel mit einem Warenwert von 36 000 Euro warteten auf Abnehmer. Angefangen vom Kinderroller über Fahrräder jeglicher Größe, E-Bikes, Rennräder und sogar ein aerodynamischer Triathlonrenner standen bereit. Zubehör und Bekleidung gab es wenig, nur Radschuhe, ein paar Helme und Regenjacken waren im Angebot.

Das Ehepaar Schmeinck aus Bergatreute stand bereits kurz nach Saalöffnung mit einem Alltagsrad für die Söhne an der Kasse. „Das bekommen die Jungs als Alltagsrad für kurze Wege innerhalb vom Ort, damit sie mal ins Sportheim „geppla“ können und nicht immer das Auto nehmen“, erklärte Vater Schmeinck. Derweil verschafften sich die vielen kaufwilligen Besucher in der Halle zuerst einen Überblick über die nach Größe sortierten Fahrräder, bevor es dann an die Entscheidung ging.

Xenia Rey hatte ein Tourenrad ins Auge gefasst. SGA-Helfer Albert Unger, der eine der Donnerstagsradgruppen leitet, brachte seine Erfahrung ein und stand der jungen Dame beratend zur Seite. Von der Gangschaltung über den gefederten Sattel bis zur Federgabel wurde alles genau unter die Lupe genommen. „Das ist aber kein Rad zum an den Bahnhof stellen“, gab Unger ihr mit auf den Weg „also immer gut abschließen“.

Nach der Qual der Wahl nutzten viele Besucher das Bewirtungsangebot. Die komplette logistische Abwicklung von An- und Verkauf läuft über ein ausgeklügeltes EDV-System, so dass bereits um 16 Uhr fest stand, dass 40 Prozent der angebotenen Ware den Besitzer gewechselt hat. Auffallend war das dieses Jahr große Einzugsgebiet der Börse, das Menschen von Stuttgart, dem Allgäu und Bodenseeraum angelockt hatte.

Ein besonderes Highlight war der Lichtbildervortrag der sympathischen Radsportlerin Katharina Sinz, zu dem über 70 Zuschauer gekommen waren. Die ehemalige Klinikdirektorin des Parksanatoriums Aulendorf war fünf Wochen von der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe über den Pamir-Highway hinauf bis zum Dach der Welt auf 4600 Metern Höhe unterwegs. Kurzweilig erzählte sie von diesem Abenteuer, bei dem sie, gemeinsam mit einem Freund, 1500 Kilometer mit zirka 15 000 Höhenmetern mit einem Reiserad (ohne Motor wohlgemerkt) bewältigte und dabei nicht nur einmal an ihre körperlichen Grenzen kam. Sie erzählte lebhaft von 40 Grad Hitze, Nächten im Zelt bei Minusgraden, eintönigem Essen und einer Lebensmittelvergiftung, schlammbedeckten Wegen, staubigen Straßen, die diesen Namen eigentlich gar nicht verdienen und Begegnungen mit Einheimischen. Grandiose Landschaftsaufnahmen weckten dennoch bei manchen Zuschauern Sehnsucht nach dem fernen Pamir-Highway.

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