Publikum singt mit dem Shalomchor

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Der Shalomchor begeisterte seine Besucher in der Aulendorfer Kirche und lud sie zum Mitmachen ein. (Foto: Buchmüller)
Schwäbische Zeitung
Claudia Buchmüller

20 Jahre Shalomchor Aulendorf – das sind 20 Jahre Spaß und Freude, zu Ehren und zum Lobe Gottes zu singen. Und genau das haben die 33 Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Sonja Eisele beim Jubiläumskonzert eindrucksvoll vermittelt. Der Chor ließ die Besucher am Sonntagnachmittag in der vollbesetzten Kirche an dieser Freude teilhaben. „Hewenu Shalom“, mit dieser israelischen Weise zogen sie zum Hochaltar. Deutschsprachige Stücke wie das bekannte Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen“ und dem Psalm „Alles was atmet“ folgten, untermalt von einer vierköpfigen Band, die im Verlauf des Konzertes auch mit einem Instrumentalstück zu begeistern wusste.

Michael Bertsch, der die Zuhörer gekonnt durch das Programm führte, schlug mit der Erzählung der Legende des tanzenden Gauklers, der kein Latein beherrscht, die Menschen aber mit seinem Tanz zu Ehren Gottes verzaubert, einen Bogen zur begeisternden Musik des Chores und forderte die Zuhörer auf, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, zu klatschen, zu tanzen, sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. „Wippen Sie mit, tanzen Sie auf den Gängen oder schütteln Sie einfach nur mit dem Kopf bei den schwungvollen Stücken, die nun folgen“, forderte er auf.

Das Konzert über eineinhalb Stunden hat mit seiner Vielfältigkeit überzeugt. Gänsehautfeeling vermittelten die „leisen Stücke“ oder das Sopransolo von Silvia Müller beim afrikanischen Lied „Uyingcwele Baba, übersetzt „Du bist mein Leben, Gott“. Erwähnenswert sind aber auch jene Sänger, die bei der Zugabe des Abba-Medleys über viele Minuten ständig den Text „ Take a chance, take a chance, take, take…“ sprich „Nutze deine Chance“ wiederholen mussten.

Spätestens bei der Zugabe hielt es keinen der Zuhörer mehr auf der Kirchenbank und tosender Applaus geleitete den Chor zum anschließenden Sektempfang ins katholische Gemeindehaus. Ehrengast Pfarrer Dr. Utz, der es sich nicht nehmen ließ, zum Konzert aus Eriskirch anzureisen, im Interview mit der Schwäbischen Zeitung: „Der Chor hat es gleich gut gemacht wie früher. Nein – sie haben sich natürlich gesteigert, aber früher haben sie mehr deutsch gesungen…“ Das Schlusswort bekommt Jasmin (17), Tochter von Chorleiterin Sonja Eisele, stellvertretend für die Angehörigen der Chormitglieder: „Es war schon viel Stress zu Hause in letzter Zeit wegen der vielen Proben, aber es hat sich gelohnt, und ich bin richtig stolz auf meine Mama und den Chor!“

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