Paul Leibinger war 37 Jahre Lehrer in Aulendorf

Lesedauer: 4 Min
Schwäbische Zeitung

Mit einer gemeinsamen Feier haben Schüler, Kollegen und Elternvertreter jüngst Birgit Saile, Paul Leibinger und Schulleiter Karl Binder am Gymnasium Aulendorf in den Ruhestand verabschiedet.

In seiner Laudatio würdigte Binder laut Pressemitteilung die Zuverlässigkeit und das Verantwortungsbewusstsein von Birgit Saile. Im Alter von 21 Jahren trat sie 1976 ihre Stelle als Lehrerin für Sport und Textiles Werken an, zunächst an der Schule am Schlosspark, später dann am Gymnasium. Mehr als 4000 Schüler hatten bei ihr Unterricht, viele davon schon in der zweiten Generation. „Ich bin mir fast sicher, dass auch der ein oder andere Enkel meiner ersten Schüler dabei war“, so Birgit Saile, „ein Zeichen, dass es doch Zeit wird, aufzuhören.“

Eine Institution am Gymnasium war Paul Leibinger, der in den vergangenen 37 Jahren katholische Religion, Geschichte und Erdkunde unterrichtete. Dabei wollte er am Anfang gar nicht in Aulendorf bleiben. „Nachdem zwei Versetzungsanträge abgelehnt wurden, folgten keine weiteren Fluchtversuche mehr“, zitierte Binder aus der Personalakte. Leibinger übernahm die Lehrmittelverwaltung, leitete 21 Jahre lang den Seminarkurs und erweiterte sein Fachwissen sogar um eine Dissertation in Theologie.

Auch für Corinna Biedermann hieß es Abschied nehmen. Mit großer Einsatzbereitschaft unterrichtete sie seit diesem Schuljahr alle Klassen im Fach Französisch. „Wenn wir Sie nicht gehabt hätten, Frau Biedermann“, beschloss Karl Binder seinen Dank, der ausdrücklich auch der hervorragenden Organisation des Conches-Austausches galt, in die sie sehr viel Energie und Zeit investiert hatte.

Melanie Maier und Christine Lang bedankten sich stellvertretend für den Elternbeirat bei allen scheidenden Kollegen mit Geschenken und wünschten ihnen alles Gute für die kommende Zeit. Personalrätin Christina Birkler überreichte die Geschenke des Kollegiums.

Und dann war Karl Binder selbst an der Reihe. Da er ja schon offiziell verabschiedet worden war, wollte er nicht mehr viele Worte machen. Er wisse nicht so recht, wo die letzten 20 Jahre seiner Schulleitungstätigkeit geblieben sind. Die künftige Schulleiterin Silke Hubig lobte ihren Vorgänger dafür, dass sein Büro immer allen offen stand und er half, wo er konnte. Personalrat und Elternschaft lagen mit der Vermutung, dass sich der Chef über einen Zeppelinflug freuen würde, genau richtig. Die SMV schenkte ihm ein Puzzle-Bild mit den Namen aller Schüler. Seinen Kollegen und sich wünschte er zum Schluss vor allem Gesundheit.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen