Pater Pius ist gut in Aulendorf angekommen

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Pater Pius stammt aus Ghana und ist der neue Vikar in der Kirche St. Martin in Aulendorf
Pater Pius stammt aus Ghana und ist der neue Vikar in der Kirche St. Martin in Aulendorf (Foto: Claudia Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Jetzt ist es amtlich, Bischof Gebhard Fürst hat Pater Pius Gregory Oduro Owusu zum Vikar in der Pfarrgemeinde St. Martin in Aulendorf ernannt. „Wir heißen Pater Pius in unserer Gemeinde herzlich willkommen und freuen uns auf sein Wirken“, so die Begrüßungsworte von Stadtpfarrer Anantham Antony für seinen neuen Mitstreiter.

Der 31-Jährige gehört zum Orden der Steyler Missionare und wurde am 03. Juni 2018 in St. Augustin zum Priester geweiht. Geboren und aufgewachsen ist er als siebtes Kind einer einfachen und gläubigen Familie im südlichen Ghana. Im Gymnasium kam er in Kontakt mit Steyler Missionaren. Diese Gemeinschaft mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen habe ihn inspiriert, Steyler zu werden. Während seiner Zeit als Messdiener wuchs sein Wunsch Ordensmann und Priester zu werden. So trat er 2007 ins Priesterseminar ein und absolvierte neben dem Postulat ein Philosophie-Studium in Tamale, einer Stadt im Norden Ghanas.

Singen, Fotografieren, Fußball

Im September 2011 kam er nach Deutschland, um die deutsche Sprache zu lernen und Theologie zu studieren. Während des Studiums absolvierte er mehrere Praktika – in Schule und Pfarrei, einer Palliativstation und einem Supermarkt. Dabei habe er viel gelernt, erzählt der fröhliche junge Mann. Sein Pastoraljahr absolvierte Pater Pius in Herrsching am Ammersee. Nach Hobbies gefragt, nennt er Singen, Musik hören und Fotografieren. Zudem spielt er gerne Fußball, Volleyball und Tischtennis. Bei seinem ersten Training in der AH-Fußballmannschaft sei er den „Schwarzen“, also den Spielern mit den schwarzen Trainingsleibchen zugeordnet worden, erzählt er und lacht herzlich.

Sein Vorgesetzter, Pfarrer Antony, beschreibt die Tätigkeitsschwerpunkte des neuen Vikars mit der Ausübung aller sakramentalen Dienste, der Firmvorbereitung und der Jugendarbeit. Hinzu kommt die eigene Fortbildung zur Vorbereitung auf die zweite Dienstprüfung. „Ich bin gut in Aulendorf angekommen und viele Gesichter sind mir mittlerweile vertraut“, freut sich der neue Vikar. Auf Heimweh angesprochen, schüttelt er den Kopf und erzählt, dass er einmal die Woche mit Zwillingsbruder Peter, der in Ghana Priester ist, telefoniere.

Mit seinem Primizspruch, einem Zitat des Heiligen Josef Freinademetz, einem der ersten Missionare der Steyler in China, grüßt er die Bevölkerung Aulendorfs: „Meine Berufung ist kein Opfer für mich, es ist eine Gnade und ein Geschenk.“

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