Mensa-Sanierung verschiebt sich

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Die Essensausgabe der Mensa ist in die Jahre gekommen – der Umbau muss allerdings wohl noch ein Jahr warten.
Die Essensausgabe der Mensa ist in die Jahre gekommen – der Umbau muss allerdings wohl noch ein Jahr warten. (Foto: Paulina Stumm)

Die ursprünglich für diese Jahr geplante Sanierung des Mensa-Bereichs im Aulendorfer Schulzentrum wird aller Voraussicht nach erst in den Sommerferien 2019 angegangen. Hintergrund ist, dass die Stadt auf eine Zusage von Fördergelder wartet und dadurch die Zeit für die Umsetzung der Arbeiten in den Ferien knapp wird. Weiter auf dem Plan stehen allerdings Nachbesserungen in Sachen Brandschutz.

Lange Zeit war es gar nicht aufgefallen, aber im Eingangsbereich des Schulzentrums, dort, wo der ältere Bauteil von 1972 auf den jüngeren von 1981 trifft, fehlt ein Rauch- und Brandschutzelement. Bis Jahresende muss die Stadt Aulendorf nun nachrüsten und plant, eine Glaswand mit Metallrahmen und zwei Schutztüren einzubauen, die im Brandfall über die Brandmeldeanlage geschlossen werden.

Zudem soll das dortige Jungs-WC umgebaut werden, sodass dort Platz für ein Behinderten-WC aber auch für den ebenfalls geforderten zweiten Rettungsweg entsteht. Die ursprüngliche WC-Anlage verschiebt sich dadurch in den jetzigen Lagerraum. Auch die anderen vier Toiletten auf dieser und der Ebene 3 werden samt Elektrik und Decken grundsaniert.

Im Untergeschoss, dort, wo sich Jugendraum, Werkraum und Mensa befinden, sind zudem noch Sanierungsarbeiten offen. Vor allem die Mensa, in der bislang eine mobile Theke steht, soll ausgebaut, mit fest installierten Elementen ausgestattet und die Essensausgabe erweitert werden. Zwischen 80 und 120 Essen werden dort von Montag bis Donnerstag täglich ausgegeben. Zudem muss dort der Boden repariert werden. Vom Wirtschaftskontrolldienst schon länger angemahnt, so geht es aus einer Sitzungsvorlage des Ausschusses für Umwelt und Technik hervor, sind ein fehlender Umkleideraum und WC für das Küchenpersonal. Dies soll in einer Ecke des jetzigen Jugendraums eingebaut werden.

Zu den ursprünglich für 2018 geplanten Maßnahmen, für die im Haushalt insgesamt rund 960 000 Euro veranschlagt sind, gehört weiteres, etwa die Sanierung der Elektroinstallation samt Boden, Beleuchtung und der Decken im Mensa-Flur, im Werkraum und im Jugendraum sowie neue Elektrik und Beleuchtung im Hausmeister- und Heizraum. Alle Arbeiten müssen in den Sommerferien gemacht werden, wenn für einen längeren Zeitraum keine Schulbetrieb ist. Und genau das wird in diesem Jahr zum Problem.

Stadt hofft auf 360 000 Euro Förderung

Das im Haushalt bereitgestellte Geld wird nämlich erst freigegeben, so hat es der Gemeinderat beschlossen, wenn eine entsprechende Landesförderung bewilligt ist. 360 000 Euro erhofft sich die Stadt aus dem erst im Februar aufgelegten kommunalen Sanierungsfonds. Mit einem Bescheid rechnet die Stadt allerdings frühestens im Juni, zu knapp, um die Arbeiten auszuschreiben und Handwerker zu finden, die pünktlich zum Ferienstart loslegen und damit Chancen hätten, in den Ferien fertig zu werden. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat daher beschlossen, einige Arbeiten, etwa die Mensa, ins kommende Jahr zu verschieben.

Brandschutz, Rettungsweg und WC-Anlagen sollen aber angegangen werden, und könnten auch bei einem verspäteten Baubeginn zum Ferienende fertig werden. Für diese Maßnahmen heißt es nun: warten auf Bescheid. Sollte er bis Juni nicht vorliegen oder es keine Förderung geben, muss der Gemeinderat entscheiden, ob er die Mittel dafür freigibt.

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