Männerchor stimmt auf die Adventszeit ein

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 In der Pfarrkirche St. Martin in Aulendorf zeigte der Silcherchor sich als stimmgewaltiger Chor aus Männern unterschiedlichen A
In der Pfarrkirche St. Martin in Aulendorf zeigte der Silcherchor sich als stimmgewaltiger Chor aus Männern unterschiedlichen Alters. (Foto: Elca)
Elke Cambré

Tochter Zion, Maria durch ein Dornwald ging, Macht hoch die Tür – alles Musikstücke, die die meisten kennen werden. Jedoch nicht in der Art, wie sie am Sonntagabend in Aulendorf erklangen: Der Silcherchor Donau-Bussen begeisterte bei seinem Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Martin mit a cappella-Gesängen und kraftvollen Männerstimmen.

Das Männervokalensemble begann sein Konzert zum 1. Advent von der Empore der Martinskirche aus. Stimmgewaltig schallte so unter anderem „Macht hoch die Tür“ in der Version von J. A. Freylinghausen herab zu den etwa 100 Besuchern. Das bekannte Lied mehrstimmig und a cappella gesungen hatten viele der Zuhörer so bestimmt noch nicht gehört und sie waren begeistert von den kraftvollen Männerstimmen. Ihren großen Stimmumfang zeigten die Tenorsänger des Chors bei „Ehre sei Gott in der Höhe“ (Moritz Hauptmann). Die teils sehr hohen Passagen meisterten sie sauber und gekonnt.

Einen ganzen Block Konzertstücke widmete der Silcherchor der zentralen Bibelfigur Maria, der Mutter Gottes. Das weithin bekannte Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“ trug die Sängergruppe (wie die meisten der Konzertstücke) a cappella vor, was dem Stück einen geheimnisvollen und sehr besinnlichen Charakter zugleich verlieh.

Als die Sänger von der Empore herunterkamen, zeigten sich viele Zuhörer erstaunt von der großen Männergruppe. Die etwa 30 Sänger reihten sich im Chorraum auf und demonstrierten in weiteren Volksliedern ihr großes gesangliches Können. Chorleiter Peter Schmitz, studierter Kirchenmusiker und Sänger, dirigierte einen stimmgewaltigen Chor aus Männern unterschiedlichen Alters, deren Bass- und Tenorstimmen ausgeglichen harmonierten. Man sah ihnen an, dass Singen ihnen nicht nur ein gewöhnliches Hobby, sondern große Leidenschaft ist. Der Gesangspädagoge Schmitz lieferte mit dem Männerchor außergewöhnliche Kirchenmusik auf höchstem Niveau ab.

Im Konzertablauf waren von dem gregorianischen Hymnus „Ave Maris Stella“ bis hin zu verschiedenen adventlichen Volksweisen unterschiedliche Musikepochen im Konzertprogramm vertreten. Dieses wurde abgerundet durch Elisabeth Sekul an der Orgel. Die Organistin und Chorleiterin in Aulendorf trug mit festlichen Stücken wie von Mendelssohn-Bartholdy oder dem bekannten „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach passend zu dem Adventskonzert bei. Beim Schlussstück „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel sang die Gemeinde bei der dritten Strophe mit dem Chor mit und erfüllte die Bankreihen vollends mit Adventsstimmung.

Als Zugabe lieferte der Silcherchor noch einmal das Volkslied „O Du stille Zeit“ in einer wunderschönen a cappella-Version ab und wurde von den begeisterten Zuhörern mit erneutem, schallenden und anhaltendem Applaus verabschiedet.

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