Klinik fordert Mut zu neuen Angeboten

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Frank Kuhn, kaufmännischer Geschäftsführer der Klinik (2. von links), Cornelia Albani, medizinische Geschäftsführerin (Dritte vo
Frank Kuhn, kaufmännischer Geschäftsführer der Klinik (2. von links), Cornelia Albani, medizinische Geschäftsführerin (Dritte von links) und Roland Brückl, Betriebsratsvorsitzender (2. von rechts), diskutierten mit Bürgermeister Matthias Burth und der Landtagsabgeordneten Petra Krebs über gesundheitspolitische Herausforderungen. (Foto: ZfP/Cambré)
Schwäbische Zeitung

Die Geschäftsführung der Schussentalklinik in Aulendorf fordert von der Landespolitik mehr Einsatz für die Psychosomatische Medizin. Wie aus einer Pressemitteilung des Zentrums für Psychiatrie (ZfP), zu dem die Klinik gehört, hervorgeht, loben die Geschäftsführer zwar, dass dieser Medizinbereich in den Landespsychiatrieplan aufgenommen wurde, die Rolle der Psychosomatischen Rehabilitation in der Planung werde aber nicht ausreichend berücksichtigt. Jüngst haben sie darüber mit der Grünen-Landtagsabgeordenten Petra Krebs diskutiert.

Die Schussentalklinik vereint ein Fachkrankenhaus für Internistische Psychosomatik und Psychotherapie sowie eine Rehabilitationsklinik unter einem Dach. Ergänzend zur Behandlung depressiver Erkrankungen sowie von Angst- und Zwangserkrankungen hat die Klinik in der Internistischen Psychosomatik einen Schwerpunkt entwickelt. Behandelt werden dort unter anderem junge Erwachsene, Menschen über 65 Jahren sowie Menschen mit Adipositas oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Die Psychosomatische Rehabilitation umfasst die Behandlung von Depressionen sowie berufsbezogenen Störungsbildern.

Über das Behandlungsangebot und aktuelle gesundheitspolitische Probleme haben Klinikvertreter nun jüngst auch Petra Krebs, Abgeordnete der Grünen im Landtag Baden-Württemberg und Sprecherin für Gesundheits- und Pflegepolitik, informiert. Die Politikerin hat auf ihrer Sommertour im Wahlkreis erstmals die Aulendorfer Klinik besucht.

Nach einer Information über die Klinik und einem gemeinsamen Rundgang gaben die Geschäftsführenden Petra Krebs Anregungen mit auf den Weg, die sie in die Landespolitik mit einbringen könne. Man freue sich, heißt es in der Pressemitteilung der Klinik, dass die Psychosomatische Medizin im neuen Landespsychiatrieplan mit einem eigenen Kapitel berücksichtigt worden ist. Das Fachgebiet könne aber noch mehr politische Unterstützung gut gebrauchen. An der Schnittstelle zur somatischen Medizin werde eine wichtige Versorgungsleistung erbracht. Es brauche noch mehr Mut zur Differenzierung bei der Weiterentwicklung von sektorübergreifenden Angeboten. Insbesondere sei die Rolle der Psychosomatischen Rehabilitation in der Planung nicht ausreichend berücksichtigt.

Bei dem Termin wurde Krebs von Aulendorfs Bürgermeister Matthias Burth und der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin Christine Vogt, Mitglied der BUS-Gemeinderatsfraktion, begleitet. Mit dabei war auch der Betriebsratsvorsitzende der Schussentalklinik, Roland Brückl.

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