Kein Trinkwasser in der Aulendorfer Hillstraße

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Bei Bauarbeiten wurde die Wasserleitung in der Hillstraße beschädigt und musste repariert werden.
Bei Bauarbeiten wurde die Wasserleitung in der Hillstraße beschädigt und musste repariert werden. (Foto: Claudia Buchmüller)

Kein Duschen, keine WC-Spülung, kein Hände waschen: Ein Rohrbruch in einer Hauptwasserleitung in der Hillstraße hat in Aulendorf am Dienstagabend die Trinkwasserversorgung für acht Haushalte sowie das Schönstattzentrum außer Kraft gesetzt. Damit waren zwar weniger Haushalte betroffen, als zunächst angenommen, trotzdem rückte das Technische Hilfswerk (THW) aus Weingarten, Blaubeuren und Tübingen an.

Das Technische Hilfswerk habe in der Nacht spezielle Wasserschläuche verlegt, um das Schönstattzentrum wieder mit lebensmitteltauglichem Wasser zu versorgen, berichtet dessen Leiter Albert Sugg. Dort waren an die 120 Gäste betroffen, da das Haus mit Tagungsbesuchern und Übernachtungsgästen gut belegt ist. Trotz der Trinkwasserprobleme, findet Sugg anerkennende Worte auch für die Aulendorfer Feuerwehr und den städtischen Bauhof, die sich kompetent und bemüht eingesetzt hätten.

Da spezielle Einsatzkräfte nötig gewesen seien, so erklärt der THW-Ortsverband Weingarten in einer Pressemitteilung, wurden die Ortsverbände Blaubeuren und Tübingen hinzugerufen. Beide verfügen über eine Fachgruppe Trinkwasser, „mit der sie genau für solche Einsätze bestens ausgestattet und ausgebildet sind“. Ein Trupp von Trinkwasserexperten aus Blaubeuren verlegte zusammen mit den Weingartenern die rund 200 Meter lange Versorgungsleitung und schloss gemeinsam mit der Wasserversorgung Aulendorf das Zentrum wieder ans Netz an. Das Tübinger Team überprüfte mit seinem mobilen Labor die Wasserqualität und gab es als Trinkwasser frei.

Gegen 5 Uhr morgens sei das Schönstattzentrum, das als Beherbergungsbetrieb Vorrang hatte, wieder versorgt gewesen, teilt Aulendorfs Bürgermeister Matthias Burth mit. Da der Schaden an der Hauptwasserleitung bereits am Mittwoch repariert werden sollte, habe man von weiteren Maßnahmen für die anderen acht Haushalte abgesehen. Die Reparaturen waren dann auch im Lauf des Tages abgeschlossen. „Seit 12.30 Uhrhaben die Anwohner wieder Wasser“, erklärte Burth am Mittwochnachmittag.

Zu dem Wasserrohrbruch war es gekommen, als eine Firma am Dienstagabend bei Bohrungen auf die Leitung stieß. Sie sei derzeit dabei, überregionale Breitbandkabel zu verlegen, und habe dabei „einen Treff in unserer Leitung gelandet“, so Burth.

Bemerkt haben den Rohrbruch übrigens nicht die „Logger“ - Messgeräte, die die Stadt hat einbauen lassen, um vor allem nachts irregulären Wasserabfluss zu orten sondern die Baufirma selbst: „Ich glaube, dass habe die schnell selber gemerkt, weil es durch die Schächte nach oben raus gedrückt hat.“

Während des Wasserrohrbruchs und der Reparaturarbeiten war die Hillstraße gesperrt. Das austretende Wasser hat zudem einen Teil der Straße unterspült, was ebenfalls ausgebessert werden muss.

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