Kürbisgeister ziehen durch die Stadt

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 Vor der Schwabentherme warten kleine Kürbisgeister auf den Beginn des Umzugs
Vor der Schwabentherme warten kleine Kürbisgeister auf den Beginn des Umzugs (Foto: Claudia Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Zum Kürbisgeisterumzug haben sich am Mittwocha wieder viele Familien bei der Schwabentherme eingefunden, ist doch der 31. Oktober mittlerweile ein fester Termin im Aulendorfer Veranstaltungskalender. Organisiert wurde der Umzug bereits zum 16. Mal vom Fanfarenzug.

Unter Trommelwirbeln und Fanfarenklängen, begleitet von Fahnenschwingern und Fackelträgern, zogen rund 250 Teilnehmer durch den Hofgartenpark in den Schlossinnenhof. Wie es sich für einen Kürbisgeisterumzug gehört, gab es viele von Kerzen erhellte, gruselig anzuschauende Kürbisfratzen zu sehen; manche Kürbisse hatten aber auch fröhliche Gesichter bekommen.

So wie der von Erica Lizzi (8 Jahre), die stolz erzählte: „Das Gesicht habe ich selbst aufgemalt und meine Tante Rita hat beim Aushöhlen und Schnitzen geholfen“. Besorgt hat den Kürbis übrigens Onkel Bernd, wie die „Schwäbische Zeitung“ erfahren hat. Überhaupt scheinen die Tage vor dem Umzug eine Familienbeschäftigungsaktion zu sein, bei der Väter, Opas, Onkels und natürlich Mütter eingespannt sind. „Bis erst mal der richtige Kürbis gefunden ist und dann die Entscheidung, was für ein Gesicht dieser bekommen soll, das dauert und muss natürlich diskutiert werden“, berichtete eine Mutter und gestand, dass es sogar Tränen gegeben hätte, weil beim Schnitzen ein Zahn abgebrochen sei. „Gott sei dank nur vom Kürbis“, fügte sie lachend hinzu. Nun habe der Geist eben eine Zahnlücke.

Im Umzug selbst gab es keine Lücken, alle waren recht flott unterwegs, wussten die Teilnehmer doch, dass es im Schlossinnenhof neben Glühwein und Kinderpunsch auch Saitenwürste und süße Fledermäuse gibt. Der Fanfarenzug spielte noch einige Stücke und die drei Fahnenschwinger zeigten ihr Können. „Des isch immer sooo schee, wenn dia an Halloween spielet, dann woiß ma, dass es nemma lang goht bis zur Fasnet“, schnappte die SZ im Vorübergehen auf. Apropos Halloween: viele Kinder waren geschminkt und verkleidet. Im Heer der kleinen Hexen und Feen, Schlossgespenster und Skelette gab es trotz aller Halloweeneinflüsse auch noch ein paar einsame „echte“ Rübengeister.

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