Im Mai sollen die neuen Steege-Umkleiden fertig sein

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 Der Umkleide-Neubau wird größer als die jetzigen maroden Hütten und bekommt wieder ein Mehrgiebeldach.
Der Umkleide-Neubau wird größer als die jetzigen maroden Hütten und bekommt wieder ein Mehrgiebeldach. (Foto: Claudia Buchmüller)

Im Herbst will die Stadt Aulendorf mit dem Neubau der Umkleiden am Steegersee beginnen. Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine Mehrgiebelvariante ausgesprochen. Bei der Fassadengestaltung entschied sich das Gremium für eine senkrechte Boden-Deckelschalung aus Holz (Lärche Natur). Die Kosten für den Neubau betragen rund 240 000 Euro. Die Verwaltung ging im vergangenen Jahr noch von rund 145 000 Euro aus. Der neue Umkleidebereich soll zur Badesaison 2019 fertig sein.

Weil der Zustand der Umkleiden schlecht ist, musste entweder dringend saniert werden oder ein Neubau her. Bereits im Januar hatte der Gemeinderat beschlossen, anstatt einer teuren Sanierung einen neuen Umkleidebereich zu bauen und in diesem Jahr daher nur die nötigsten Schönheitsreparaturen vorgenommen.

Nach Saisonabschluss im September sollen die maroden Umkleiden abgerissen werden, sodass im Herbst der Rohbau fertig ist und im Winter/Frühjahr der Innenausbau erfolgen kann. „Im Mai soll der Neubau fertig sein“, erläuterte Bürgermeister Matthias Burth in der Sitzung den Zeitplan.

„Gestalterisch bessere Lösung“

Christian Brauchle vom beauftragten Planungsbüro „Brauchle Architektur und Design“ in Riedhausen stellte zwei mögliche Neubau-Varianten vor. Die durch Oberlichter hellere Flachdachvariante hätte mit rund 215 000 Euro zu Buche geschlagen, die vom Gremium einhellig befürwortete Mehrgiebeldach-Variante kostet 240 000 Euro und passt sich nach Ansicht der Stadträte und der Verwaltung optisch besser ins bestehende Gesamtgefüge ein. Auch Stadtoberhaupt Burth bezeichnete es als die „gestalterisch bessere Lösung“.

Der Neubau soll eingeschossig werden und in Richtung Gastronomie hin mit einer separat zugänglichen und abschließbaren Toilette ausgestattet werden, was laut Brauchle beispielsweise bei Veranstaltungen von Vorteil sei. Auch der Umkleidetrakt selbst ist separat abschließbar, die geplanten drei Dusch- und vier Umkleidekabinen sollen jeweils mit einer verschließbaren Türe ausgestattet werden. Zudem ist im Neubau ein bislang nicht vorhandenes barrierefreies WC plus Dusche geplant. FW-Stadtrat Oliver Jöchle kritisierte, dass das Behinderten-WC nicht separat zugänglich sein sein soll, also nicht mehr aufgesucht werden kann, sobald der Umkleidebereich verschlossen ist.

BUS-Stadträtin Karin Halder kritisierte, dass die Steege-Freunde nicht in die Detailplanungen einbezogen wurden, und fragte nach, warum das nicht geschehen sei. „Das wäre eine Wertschätzung gewesen“, so Halder, zumal die Steege-Freunde auch das Hauptgebäude saniert hätten. Laut Bürgermeister Matthias Burth habe sich auch deren Vorstand für ein Mehrgiebeldach ausgesprochen, der Beschluss über die Grundriss- und Detailplanung, in die vor allem auch Bademeister Dieter Eisele einbezogen worden sei, sei jedoch Sache des Gemeinderats.

Groll will Wohnmobilplätze

Pierre Groll (BUS) regte an, eventuelle Stellplätze für Wohnmobile in das Umgestaltungsvorhaben mitaufzunehmen, da die „Wohnmobilisten“ sicherlich die WC-Anlagen nutzen würden und auch Strom- und Wasseranschlüsse bräuchten. „Wenn man eh am Buddeln ist, wäre es doch sinnvoll, das auch gleich zu machen“, so Groll. Burth war der Meinung, die Leitungen dann zu legen, wenn „es so weit ist“. Denn: „Wo sollen diese Stellplätze hin? Wir haben nicht viel Fläche, die dafür infrage käme.“

Die Stadtverwaltung wurde letztlich vom Gremium neben der öffentlichen Ausschreibung der Neubau-Arbeiten damit beauftragt, die Stellplatzmöglichkeiten für Wohnmobile zu prüfen und zu klären, ob das barrierefreie WC separat zugänglich gemacht werden kann, damit es auch bei Veranstaltungen zur Verfügung steht.

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