Gymnasiasten stellen ihre Heimat künstlerisch dar

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Paul Leibinger (rechts) mit den Absolventen des Seminarkurses am Gymnasium Aulendorf.
Paul Leibinger (rechts) mit den Absolventen des Seminarkurses am Gymnasium Aulendorf. (Foto: Gymnasium Aulendorf)
Schwäbische Zeitung

Beim Seminarkurs am Gymnasium Aulendorf drehte sich alles um die Region Oberschwaben. Die wöchentliche Lehrveranstaltung verlangte den Schülern einiges ab, kann dafür aber auch die Präsentationsprüfung des Abiturs ersetzen. Paul Leibinger betreut die Absolventen seit etlichen Jahren, im diesem Jahr wurden vier feierlich geehrt, teilt das Gymnasium Aulendorf mit.

Jona Mack, Schüler der Jahrgangsstufe 1, eröffnete den Abend mit einem von insgesamt drei Gitarrenstücken, die laut Mitteilung des Gymnasiums von „individuellem Können“ zeugten. Leibinger, der auf seinen vielen Autofahrten durch Oberschwaben stets Radio höre, führte aus, dass er durch die Radio-Sendung „Besondere Orte“ auf die Idee für den Titel des Seminarkurses kam. Ergänzt wurde dieser dann um die besonderen Ereignisse, die in Oberschwaben nicht gerade selten seien.

Neues zum Ulmer Münster

Die Präsentationen eröffnete Marie Hildenbrand, die sich mit dem Ulmer Münster beschäftigte und ihre Ausführungen mit den Ulmer Spatzen einleitete. In ihrem Vortrag zur Entstehungsgeschichte und den Besonderheiten dieses Bauwerkes erfuhren ihre Zuhörer so manch Neues, schreibt das Gymnasium in der Mitteilung.

Dann bereicherte Musiklehrer Selin Schönbeck die Veranstaltung mit einer Eigenkomposition auf dem E-Piano. Die nächste Präsentation bestritt der Schüler Daniel Laichinger, der sich mit der Frage beschäftigte, ob der Bussen als heiliger Berg Oberschwabens bezeichnet werden könne. Dazu spannte er einführend den Bogen von verschiedenen Legenden, die von einem Schatz im Bussen berichten, über die Hildegard-Sage, die als Gemahlin Karls des Großen vielen Kranken heilend zur Seite gestanden haben soll.

Daniel Laichinger skizzierte die Besiedlungsgeschichte des Bussens seit der römischen Antike und im Mittelalter, bevor dann die Entstehung der Kirche auf dem Bussen, sowie die unterschiedlichen Wallfahrten auf den Berg Raum einnahmen und schließlich die Frage nach der Heiligkeit des Bussens beantwortet wurde. Den nächsten musikalischen Programmpunkt boten dann Julia Winkhardt und Martin Weber dar, die im Duett einen Song von Johnny Cash sangen.

Daten zum Weingartener Blutritt

Den dritten Vortrag des Abends hielt Ralph Guist, der sich mit dem Weingartener Blutritt beschäftigte und der Frage nachging, ob dieses besondere Ereignis ein Umzug oder eine Prozession sei. Dazu berichtete er neben Daten und Abläufen, unter anderem von verschiedenen Theorien über die Entstehungsgeschichte, auch von seinen Erfahrungen als teilnehmendes Mitglied des Musikvereins Ebenweiler.

Nach einem weiteren musikalischen Beitrag von Jona Mack setzte Julia Gil zum letzten Vortrag des Abends an. Sie beschäftigte sich mit der Weißenau und zeichnete die Entwicklung dieses Ortes zum heutigen Zentrum für Psychiatrie nach. Nach einem weiteren Gitarrenstück von Jona Mack schloss Paul Leibinger den offiziellen Teil des Abends, bevor sich die Seminarkursteilnehmer noch mit einem gemeinsamen Bild als Abschlussgeschenk bei ihrem Lehrer bedankten und der gemütliche Teil begann.

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