Golfclubs wollen Artenvielfalt fördern

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 Auf dem 1. Umweltsymposium des Baden-Württembergischen Golfverbandes (BWGV) gaben (von links) DGV-Vizepräsident Achim Batterman
Auf dem 1. Umweltsymposium des Baden-Württembergischen Golfverbandes (BWGV) gaben (von links) DGV-Vizepräsident Achim Battermann, der Staatssekretär im Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg, Andre Baumann, sowie BWGV-Präsident Otto Leibfritz den Startschuss zum Pilotprojekt „Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“ auf den baden-württembergischen Golfanlagen. (Foto: DGV)
Schwäbische Zeitung

„Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“: So lautet das Pilotprojekt baden-württembergischer Golfanlagen, des Umweltministeriums Baden Württemberg, des Baden-Württembergischen Golfverbandes (BWGV) und des Deutschen Golf Verbandes (DGV). Ziel des zunächst auf zwei Jahre angelegten Projektes ist es laut Pressemitteilung, die vorhandenen Biodiversitätsflächen auf baden-württembergischen Golfanlagen quantitativ und qualitativ auszubauen. Auftakt dazu war das 1. Umweltsymposium des BWGV in Ludwigsburg.

Mehr als 100 Teilnehmer, überwiegend Vertreter der baden-württembergischen Golfanlagen, sowie Teilnehmer aus anderen Bundesländern verfolgten die Vorträge der Referenten. Darunter waren Staatssekretär Andre Baumann vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Thomas Graner, stellvertretender Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, und Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. Lezterer hob die Chancen des Pilotprojekts am Beispiel von „Natur nah dran“ aufzeigte, einem Projekt, das biologische Vielfalt in baden-württembergischen Kommunen fördert.

Einen wissenschaftlichen Blick auf die Flora ausgewählter Golfanlagen Baden-Württembergs warf Martin Elsäßer, Fachbereichsleiter beim Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf. Sein Monitoring auf 15 ausgewählten Golfanlagen in Baden-Württemberg ergab, dass sich dort zahlreiche Arten fänden, die auf der roten Liste stehen und vom Aussterben bedroht sind. „Es gibt schon heute sehr gut entwickelte artenreiche Roughflächen auf den Golfplätzen im Land. Andere lassen sich aber noch gezielt entwickeln, wofür man Zeit und einen Plan braucht. Ich glaube, das Pilotprojekt kommt genau zur richtigen Zeit für unsere Golfanlagen im Land, damit sie mit ganz gezielten Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Artenvielfalt beitragen können“, betonte Elsäßer.

Nach den Referaten unterzeichneten die versammelten Vertreter der Golfanlagen eine Absichtserklärung zur Teilnahme an dem Pilotprojekt unterzeichnen. Bis zum 15. Januar 2020 haben alle 88 Golfanlagen jetzt Zeit, um ihre Teilnahme an dem Projekt offiziell beim Baden-Württembergischen Golfverband anzumelden.

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