„Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“

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Claudia Buchmüller

Viel geboten ist am 1. Mai beim Frühlingsfest des Pferdesportvereins Aulendorf auf dem Rochushof gewesen. Das bunte Rahmenprogramm mit verschiedenen Vorführungen lockte neben Reitern und Pferdefreunden benachbarter Vereine unzählige Ausflügler nach Wallenreute.

Und so war vom Weißwurstfrühstück am Vormittag bis zum Schauprogramm am Nachmittag ein unaufhörliches Kommen und Gehen auf dem Gelände. Während viele Familien gezielt nach Wallenreute kamen, gab es auch einige Radfahrer, die das Fest per Zufall entdeckten, liegt das Gelände doch am Radweg von Aulendorf nach Bad Waldsee. Erstbesucher staunten über das reichhaltige kulinarische Angebot und saßen bei strahlendem Sonnenschein auf den Bierbänken, während die Kinder sich auf dem Spieleparcours in der großen Reithalle vergnügten. „Wir sind mit den Kindern raus gelaufen“, erzählte eine Aulendorfer Familie und stellte den Bollerwagen ab, „jetzt gibt es erst mal Pommes und dann freuen wir uns schon auf die Voltigier-Vorführungen“.

Im Verein, der für seine gute Kinder- und Jugendarbeit bekannt ist, gibt es etwa 60 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis etwa 22 Jahren, für welche der Spruch „Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ keine leere Redewendung ist. Mit Leib und Seele betreiben sie den Voltigiersport und versammelten sich schon einige Zeit vor dem Schauprogramm hinter der großen Reithalle, um sich aufzuwärmen. Das Programm fand dieses Jahr leider nicht im Freien statt.

Wie Vereinsvorstand Ralf Köberle erklärte, war dies dem Regenwetter der letzten Tage geschuldet. „Den Pferden würde es nichts ausmachen, wenn der Reitplatz noch ein wenig nass ist, aber die Kinder tragen ja bei ihrem Sport nur Schläppchen, deshalb sind wir in die Halle ausgewichen“, erklärte er der „Schwäbischen Zeitung“.

In einem gut einstündigen Programm zeigten Vereinsmitglieder ihr Können sowohl beim Voltigieren auf den vereinseigenen Pferden Chira, Corelli und Lassar als auch auf dem Hallenboden und ihrem Übungsgerät, dem Fass. Mancher Zuschauer konnte gar nicht ständig hinschauen, als schon die Allerkleinsten, als Punker verkleidet, ihre Kunststücke vorführten. „Oh Gott, das wäre mir ja auf dem Boden schon zu schwierig“, staunte etwa die Tante der sechsjährigen Emma, die noch zu den Spielgruppenkindern des Vereins gehört. Je nach Alter wurden die Darbietungen schwieriger und die Größeren zeigten ihr Pflichtprogramm, mit dem sie an Turnieren teilnehmen.

Eine Gelassenheitsübung aus dem Bereich Breitensport führten die Reiterinnen Anna auf Nebraska und Fabiola auf Gino vor. „Hier kommt es auf das Vertrauen zwischen Reiter und Pferd an“, führte Vereinsmitglied Christian Hertkorn, der die Veranstaltung moderierte, aus. Anschließend bildeten sich beim Ponyreiten lange Schlangen und viele der kleinen Zuschauer durften eine Runde durch die Halle reiten und waren dabei mindestens genau so stolz und glücklich wie die Programmteilnehmer zuvor.

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