Festliches Trompeten- und Orgelkonzert erfreut viele Zuhörer

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 Die drei Trompeter (von links): Markus Elser, Michael Bischof und Timo Bossler.
Die drei Trompeter (von links): Markus Elser, Michael Bischof und Timo Bossler. (Foto: Steffi Rist)
Steffi Rist

Einem festlichen Konzert für Trompete und Orgel in der Aulendorfer Kirche St. Martin zu lauschen, das war am Samstagabend gerade richtig, um so ein verlängertes Wochenende mit hochkarätigen Trompetern und einer ebenso hochqualifizierten Organistin ausklingen zu lassen.

Die Trompeter Timo Bossler, Markus Elser und Michale Bischof sowie Elisabeth Sekul präsentierten Werke aus der Barockzeit, Klassik, Romantik, aber auch zeitgenössische Klänge auf höchstem Niveau. Die gute Akustik der Aulendorfer Kirche trug dazu bei.

Zu Gehör kamen Werke von Bach wie das Concerto in D-Dur, die Ankunft der Königin von Saba von Georg Friedrich Händel, ebenso der Kanon von Johann Pachelbel. Sehr beeindruckend war das Orgelsolo von Elisabeth Sekul – die Toccata in Seven von John Rutter. Ein Stück zeitgenössischer Musik, sehr schwungvoll und imposant.

Bei den drei Trompetern spürt man die Erfahrung und qualifizierte Ausbildung. Die Töne stimmen und es ist ein harmonischer Klang zu vernehmen. Im Programm wurde erklärt, dass die Drei nicht nur miteinander proben, sondern immer wieder die Artikulation, Phrasierung und Dynamik besprochen und untereinander angeglichen haben. Ebenso legen die Drei Wert auf baugleiche Instrumente, welche zu einem homogenen Zusammenklang beitragen.

Die verschiedenen Musikepochen waren in den Stücken sehr harmonisch aufeinander abgestimmt – passend für ein leichtes, sommerliches Konzert. Ein Klassiker, das Ave Maria war gleich zweimal vertreten. Immer wieder haben Komponisten dieses bearbeitet und den Epochen entsprechend inszeniert. Im Werk von Giulio Caccini waren zwei Trompeten, ein Flügelhorn sowie die Orgel in Szene gesetzt. Während beim Ave Maria von Anton Bruckner die Version mit drei Trompeten und Orgel zu Gehör gebracht wurden.

Die Zuhörer klatschten im Stehen und brachten so zum Ausdruck, dass sie sehr vom Konzert begeistert waren. Beeindruckt von dem langanhaltenden Applaus waren auch die Interpreten, die laut Michael Bischof nicht immer mit einem solchen Applaus bedacht werden. Als Dank dafür hatten die Vier natürlich auch eine Zugabe im Gepäck. Vielen ist vielleicht nicht bekannt, dass der englische König Heinrich VII hin und wieder etwas komponierte. So das bekannte Stück „Pastyme with Good Companye“, auch unter dem Namen „Kings Ballade“, welches den Abschluss eines wunderbaren Konzertabends bot.

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