Ferien mal anders: Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof

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Isabel Buteweg (15) aus Freiburg reicht den Gasteltern Angela und Karl Steinhauser selbstgebackenen Kuchen.
Isabel Buteweg (15) aus Freiburg reicht den Gasteltern Angela und Karl Steinhauser selbstgebackenen Kuchen. (Foto: Claudia-Evelyn Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Wer Interesse hat, als Jugendliche oder Gastfamilie beim Projekt mitzumachen, erhält weitere Informationen bei derkatholischen Landfrauenbewegung Freiburg unter der Telefonnummer 0761 / 5144243der per Mail an info@kath-landfrauen.de, www.kath-landfrauen.de

Beim Projekt Landleben, organisiert von der katholischen Landfrauenbewegung Freiburg, nehmen Gastfamilien junge Erwachsene für einen begrenzten Zeitraum von zwei bis sechs Wochen bei sich auf und teilen mit diesen den Alltag auf dem Hof. Die Gäste leben in der Familie mit und packen bei der täglichen Arbeit des landwirtschaftlichen Betriebes mit an; nicht als billige Arbeitskraft, aber auch nicht als Ferienurlauber.

Familie Steinhauser bewirtschaftet in Steegen bei Aulendorf ein großes landwirtschaftliches Anwesen mit dem Schwerpunkt Milchviehhaltung und nimmt erstmals als Gastfamilie am Projekt teil. Als sie davon gelesen hatten, beschloss der Familienrat, es einmal zu versuchen. Seit knapp zwei Wochen lebt die 15-jährige Isabel aus Freiburg nun bei ihnen. Anlässlich des Besuchs der „Schwäbischen Zeitung“ ist im Schatten des Gartenhauses der Kaffeetisch gedeckt. Ansonsten ein sonntägliches Privileg, wie Angela Steinhauser versichert. Den leckeren Zwetschgenkuchen hat Isabel gebacken. Neben hausfraulichen Tätigkeiten in Küche und Garten durfte sie unter anderem auch Stallluft schnuppern und sich beim Melken versuchen. „Da hat sie sich richtig geschickt angestellt“, wird die Jugendliche aus dem Breisgau gelobt. Trotz aller Mithilfe bekam sie genug Freizeit, um beinahe täglich im nahen Steegersee zu baden.

Nach und nach gesellen sich weitere Familienmitglieder hinzu, auch Schwiegertochter Elisabeth mit dem kleinen Moritz, auf den Isabel die letzten zwei Wochen immer wieder gerne aufgepasst hat. „Der stand schon frühmorgens an ihrer Zimmertür und wollte rein“, so die Mutter des 16 Monate alten Sprösslings. Wer es nicht weiß, könnte meinen, die selbstbewusste junge Dame gehört zur Familie. Nur ihre schnelle Art zu reden fällt aus dem Rahmen. Darauf angesprochen, lacht sie herzerfrischend und berichtet, dass auch Steinhausers anfangs damit Probleme gehabt hätten. Alle Anwesenden bestätigen, dass sie sich schnell daran gewöhnt und viele interessante Diskussionen über Gott und die Welt geführt hätten. Wie Gastmutter Angela bekräftigt, freuen sich alle, so ein unkompliziertes und höfliches Mädchen auf dem Hof zu haben. Die Projektzeit mit zwei Wochen sei spannend, aber viel zu kurz, deshalb hätten sie Isabel auch angeboten, dass sie gerne länger bleiben dürfe. Da dies aus familientechnischen Gründen nicht möglich ist, wird sie auf jeden Fall wiederkommen, verspricht diese.

„Eigentlich wollte ich ja lieber auf einen Pferdehof“, gesteht die temperamentvolle junge Dame, die alleine mit dem Flixbus angereist ist. Trotzdem ist sie keineswegs enttäuscht, hier gelandet zu sein, ganz im Gegenteil. „Ich bin super aufgenommen worden in der Familie, es hat gleich bei der Begrüßung geklickt“, freut sie sich, schwärmt vom nahen Steegersee und tätschelt nebenher Hofhund Senta. Durch ihre ältere Schwester, die auch schon am Projekt teilgenommen hat, kam sie zum Landleben und ihre Eltern, von denen sie am Sonntag abgeholt wird, hätten sie unterstützt und geholfen, die Formulare auszufüllen, erzählt sie abschließend.

Wer Interesse hat, als Jugendliche oder Gastfamilie beim Projekt mitzumachen, erhält weitere Informationen bei derkatholischen Landfrauenbewegung Freiburg unter der Telefonnummer 0761 / 5144243der per Mail an info@kath-landfrauen.de, www.kath-landfrauen.de

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