Erneuerung des Bahnübergangs wird wesentlich teurer

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 Die Kosten für die Umbauarbeiten am Bahnübergang an der Dobelmühle sind deutlich gestiegen. Rund 290 000 Euro zu den Gesamtkost
Die Kosten für die Umbauarbeiten am Bahnübergang an der Dobelmühle sind deutlich gestiegen. Rund 290 000 Euro zu den Gesamtkosten in Höhe von rund 870 000 Euro muss die Stadt Aulendorf nun beisteuern. (Foto: Archiv: Anja Ehrhartsmann)

Der Bahnübergang Dobelmühle in Blönried-Steinenbach weist seit Jahren gravierende Sicherheitsmängel auf. Für den Umbau des Bahnübergangs, der schon für 2015 geplant war, wurden rund 510 000 Euro veranschlagt. Die Kosten sind zwischenzeitlich deutlich angestiegen – und zwar auf rund 870 000 Euro. Sie werden zu je einem Drittel von der Stadt Aulendorf, der Deutschen Bahn und dem Bund getragen. Der Anteil für der Stadt beträgt mittlerweile rund 290 000 Euro – anstatt ursprünglich veranschlagten 170 000 Euro.

Die Mängel an dem Bahnübergang wurden bereits 2014 bei einer Begehung mit Vertretern der Deutschen Bahn festgestellt. Durch eine Blinklichtanlage (allerdings ohne Halbschranken) wurde der Übergang dann gesichert. Weil die Fahrbahnbreite nicht ausreichend ist, wurde die Zufahrt für Omnibusse zur Dobelmühle gesperrt, berichtete Bürgermeister Matthias Burth in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montag.

Damit die Zufahrtsbeschränkung aufgehoben werden kann und es keine Langsamfahrtstelle braucht, muss die Fahrbahn nach Angaben der Verwaltung etwa 30 Meter vor und nach dem Übergang verbreitert werden. Zudem beinhaltet der Umbau den Einbau einer Lichtzeichenanlage mit Halbschranken und Anpassungsmaßnahmen am Ortsweg. Eine akustische Warneinrichtung für Fußgänger und Radfahrer sowie ein Bahnübergangsbelegtmelder wurden als Sofortmaßnahmen eingebaut, um den Kreuzungsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Nach Plänen der Bahn sollte der Umbau bereits 2015 bei Kosten in Höhe von rund 510 000 Euro stattfinden. Da der Bahnübergang Dobelmühle nach dem Eisenbahnkreuzgesetz eine Bahnkreuzung ist, müssen die Kosten zu je einem Drittel von der Bahn, dem Bund und dem Straßenbaulastträger (Stadt Aulendorf) getragen werden.

Im November 2017 wurde der Umbau vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt und ausgeschrieben. Wegen der Kostensteigerung seit 2014 und weiteren notwendigen baulichen Anpassungen bei den Umbauplänen hat sich das ganze Vorhaben um einiges verteuert – die Ausschreibung wurde aufgehoben; die Bahn will die Arbeiten nun erneut ausschreiben.

Bitter für die Stadt Aulendorf: Der Anteil an den Kosten von rund 170 000 Euro hat sich durch die Zeitverzögerung plus Kostensteigerung um rund 120 000 Euro auf insgesamt rund 290 000 Euro erhöht.

Wie in der Sitzung am Montag vorgestellt wurde, stehen von den ursprünglich veranschlagten Kosten für die Stadt Aulendorf noch rund 138 000 im Haushalt zur Verfügung, im Haushalt 2019 sind daher weitere 152 000 Euro zu veranschlagen. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.

Die neue Inbetriebnahme des Bahnübergangs ist für 3. Mai 2019 geplant.

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