Das nächste große Stadtfest steht bevor

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 Die beliebten Kostümführungen mit Gräfin Paula soll es weiterhin geben.
Die beliebten Kostümführungen mit Gräfin Paula soll es weiterhin geben. (Foto: Archiv: sz)

Die Stadt Aulendorf will ihr tagestouristisches Konzept weiter ausbauen und die Zusammenarbeit mit dem Handels- und Gewerbeverein weiter intensivieren. In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montag hat die Verwaltung die Jahresplanung für 2019 vorgestellt. Das Gremium stimmte einstimmig zu. Groß gefeiert werden soll das Jubiläum „150 Jahre Bahnknotenpunkt Aulendorf“. Details zu dieser Veranstaltung (möglich wäre die Verbindung des Fests mit einem verkaufsoffenen Sonntag) und zu anderen geplanten Events will die Verwaltung noch ausarbeiten und dem Gremium erneut vorstellen.

Für den Festakt anlässlich des 150-jährigen Bahnjubiläums könnte sich die Stadt den 12. Mai vorstellen, da im nächsten Jahr kein Bodo-Erlebnistag stattfinde. Unter dem möglichen Titel „Aulendorf bewegt sich“ sei auch ein verkaufsoffener Sonntag denkbar, da Verkaufssonntage bekanntlich nicht mehr einfach nur so stattfinden können, sondern an einen prägenden Anlass gebunden sein müssen, der mehr Besucher anziehen muss als die Ladenöffnung an einem Sonntag. Diese Idee stieß jedoch nicht bei allen Stadträten auf Begeisterung. Oliver Jöchle (FWV) beispielsweise war der Meinung, dass der Festakt zum 150-jährigen Jubiläum rund um den Bahnhof gefeiert werden solle und nicht in „die Hauptstadt hoch“ gehöre. Das tolle und besondere Ereignis werde „entwertet“, wenn daraus lediglich ein Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag gemacht werde.

Doch nicht nur das Bahnjubiläum wurde angesprochen, die Jahresplanung 2019 beinhaltet auch die Führungen, die zur Belebung der Stadt und des Schlosses entwickelt wurden, die weiterhin angeboten werden sollen. Seit dem Start der Schlossführungen im April dieses Jahres haben nach Angaben der Verwaltung 650 Besucher teilgenommen, im Schnitt also 18 Besucher pro Führung. Das sei eine deutliche Steigerung gegenüber 2017 (im Schnitt vier Gäste pro Führung). Aufgrund der Vergünstigungen für Kurgäste (sie zahlen nur 1,50 Euro anstatt vier Euro) können keine Gewinne erzielt werden, die Stadt strebt eine „schwarze Null“ an. Damit dies erreicht werden könne, müsse der Fokus auf Gruppenführungen gelegt werden.

Weil die Führungen zur Attraktivität Aulendorfs beitragen und das Image stärken, will die Stadt das Angebot ausweiten. Möglich seien beispielsweise kombinierte Stadt- und Schlossführungen. Zudem sollen unter anderem die Taschenlampenführungen öfters stattfinden und die Kinderführung mit Ritteressen, die im Ferienprogramm immer ausgebucht seien, öfters angeboten werden. Eine weitere Idee sind nach Ausführungen von Silke Johler von der Stadtverwaltung barrierefreie Kurzführungen für Klinikgäste und Senioren, die die regulären Führungen häufig nicht komplett schaffen würden.

Als eines der Hauptziele aller Bemühungen will die Stadt für eine Belebung der Innenstadt sorgen und die Zusammenarbeit mit dem Handels- und Gewerbeverein (HGV) weiter ausbauen – bei der Eröffnung des Schlosserlebnisparcours mit Supersamstag habe das wunderbar geklappt, war man sich im Gremium einig. Buchhändlerin und Stadträtin Stefanie Dölle (CDU) lobte die gute und tolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und HGV. Bedauert wurde dennoch von den Anwesenden, dass am Supersamstag kaum etwas los gewesen sei in der Stadt. „Waldsee war beim Einkaufssonntag tags drauf rappelvoll, beim Supersamstag in Aulendorf war die Innenstadt leer“, sagte Ralf Michalski (FWV).

Details unbekannt

Das nächste Event, das Stadt und HGV angehen wollen, ist schon am 23. November der lange Einkaufsabend unter dem Motto „Nacht der Lichter“. Die Stadt hat nach Ausführungen von Silke Johler viele Ideen dazu wie etwa eine „romantische Weinverkostung“ im Marmorsaal mit außergewöhnlicher Beleuchtung oder Illuminationen eines Tübinger Künstlers in der Stadt sowie eine Beleuchtung in der Hauptstraße. Was genau geplant ist – darüber haben auf mehrmalige Nachfrage bis Redaktionsschluss am Freitagabend weder die Stadt noch der HGV Auskunft gegeben und sich gegenseitig den Ball zugeschoben.

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