Billard-Turnier fehlen die Teilnehmer

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 Patrick Powell (rechts) freute sich, wieder einmal Billard zu spielen – hier in der Partie mit Dijwar.
Patrick Powell (rechts) freute sich, wieder einmal Billard zu spielen – hier in der Partie mit Dijwar. (Foto: Julia Kramer)
Julia Kramer

Wenig Teilnehmer, dafür aber gute Stimmung: das ist das Fazit für das nationenübergreifende Billard-Turnier, zu dem der „Helferkreis Asyl“ am vergangenen Samstagnachmittag eingeladen hatte. Das Turnier fand rund um den erst kürzlich neu erworbenen Billardtisch für das Café „Bunte Welt“ sowie den zugehörigen Jugendtreff statt.

„Ein bisschen gemischter hätte ich es mir schon gewünscht“, meint Hadwig Schühly-Wiedenmann vom Helferkreis, die das Turnier ins Leben gerufen und federführend organisiert hatte, fährt jedoch sogleich lächelnd fort: „Aber die Atmosphäre ist sehr gemütlich.“ So hatten sich leider trotz mehrmaliger Aufrufe nur drei deutsche Spieler angemeldet, und die Resonanz sei insgesamt nicht gerade überwältigend gewesen, so Schühly-Wiedenmann. Letzten Endes waren acht, allesamt männliche, Spieler am Start – darunter vier Syrer und ein Philippiner, nebst einem mutigen Jungen, der außer Konkurrenz an dem Wettkampf teilnahm.

Finanziert wurde das neue Möbel, nachdem der alte Tisch schon mehr als in die Jahre gekommen war, durch Spenden, über die Einnahmen der syrischen Köstlichkeiten am Schlossfest und nicht zuletzt durch ein Benefiz-Konzert in der Aulendorfer Bar Irreal (SZ berichtete).

„Ich finde es eine tolle Sache, über eine solche Veranstaltung mit unseren Geflüchteten in Kontakt treten zu können“, sagte der Aulendorfer Patrick Powell, der sich unter anderem auch in Erinnerung an seine Studienzeit und die damit verbundene Freude am Billardspiel zum Turnier angemeldet hatte. „Man könnte im Billard-Jargon also auch sagen: Ich bin wegen dieser unterschiedlichen Paarungen hier. Aber das könnte auch missverstanden werden“, sagte er lachend.

Los ging es, die Teilnehmer zogen Karten, die einzelnen Paarungen standen fest, und schon nach kürzester Zeit verband das Billardspiel auch ohne Worte die unterschiedlichen Nationen miteinander. Konzentration und Spaß gleichermaßen; ein Stoß, ein anerkennender Blick, ein Lachen beider Kontrahenten, wenn’s mal schiefging. Und zur Stärkung wartete im Nebenraum ein reichhaltiges Buffet von Süßem und Salzigem auf die Teilnehmer.

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