Bestleistungen beim Feriensportfest

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Ludwig Sämann aus Schorndorf (Bildmitte) konnte trotz hochsommerlicher Temperaturen seine Saisonbestzeit verbessern, rechts im B
Ludwig Sämann aus Schorndorf (Bildmitte) konnte trotz hochsommerlicher Temperaturen seine Saisonbestzeit verbessern, rechts im Bild der Bronzegewinner der letztjährigen U-20-Meisterschaften über 1500 Meter, Patrick Reiser aus Friedrichshafen. (Foto: Claudia Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Aulendorf - Die LG Oberschwaben (SGA, Abteilung Leichtathletik) hat am Samstag zum 22. Feriensportfest nach Aulendorf ins Stadion in der Lehmgrube eingeladen. „Leider waren es nur 70 Anmeldungen von Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Alter von 12 bis 75 Jahren“, bedauerte Wettkampfleiter Raphael Hummel. Am Programm kann es nicht gelegen haben, „da waren wir im Vergleich zu anderen Sportfesten weit aufgestellt“, weiß der ehemalige Athlet. Auch fehlende Professionalität kommt nicht infrage, arbeitet der Veranstalter doch mit einer Zielkamera, die Bilder in 10 000stel Sekunden aufnimmt.

Zudem sorgten 40 Helfer für eine reibungslose Durchführung des Sportnachmittags. Dies bestätigte auch der Sieger des 400-Meter-Laufs, Ludwig Sämann von der SG Schorndorf, der mit 51,19 Sekunden seine Saisonbestzeit verbessern konnte. Er war zum ersten Mal in Aulendorf angetreten und lobte insbesondere die schnelle Bahn, die sich für Bestzeiten super eigne, sowie die gute Organisation und die Freundlichkeit aller Anwesenden. Der Schorndorfer läuft normalerweise Mittelstrecken, hatte sich aber mit einem speziellen Sprinttraining auf die 400 Meter in Aulendorf vorbereitet.

Auch ehrgeiziger Nachwuchs

Einer seiner Konkurrenten, Patrick Reiser aus Friedrichshafen, Bronzegewinner bei der letztjährigen U-20-Meisterschaft über 1500 Meter, wollte unbedingt zum Abschluss der Saison noch einmal in seiner Heimat laufen (bis vor zwei Jahren war er noch für die LG Oberschwaben am Start). Neidlos erkannte er an: „Nachdem ich gesehen habe, wer alles am Start ist, war ein Sieg für mich nicht geplant.“

Für ihn und viele andere Sportler geht es nun in die wohlverdiente Sommerpause. Anders bei Familie Röser aus dem benachbarten Bregenz. Vater Robert trainiert die Turnerschaft Bregenz Vorkloster, zu der auch drei seiner Kinder gehören: Emma (13), Lena (11) und Simon (9). Die hübsche, zurückhaltende Emma zählte auf Nachfrage auf, dass sie in Aulendorf in den Disziplinen Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwurf und 300-Meter startet. Die jüngeren Geschwister traten in drei Disziplinen an. Auf die Frage, ob denn bei so viel Sport noch Zeit für Freizeit bleibt, entfernte sich der Vater lachend mit den Worten „I geh auf d‘ Seita“. Nach kurzer Bedenkzeit antwortete Emma: „Wir wohnen direkt neben dem Freibad, das ist schon ein großer Vorteil.“ Wie Röser erklärte, gibt es heuer keine Trainingspause, weil die intensive Vorbereitung für die österreichischen U16-U20-Meisterschaften, welche im Herbst in Dornbirn veranstaltet werden, läuft.

Rotes Kreuz sagt kurzfristig ab

Wer leider äußerst kurzfristig (am Vorabend der Veranstaltung um 20.30 Uhr) wegen Personalmangel abgesagt hatte, war das Rote Kreuz, wie Hummel berichtete. „Dabei haben wir den Antrag auf Betreuung bereits im Februar gestellt“, äußerte er im Gespräch mit der SZ und ergänzte: „Wir hoffen natürlich sehr, dass heute beim Wettkampf nichts passiert.“ Ein Helfer wusste am Sonntagmorgen zu berichten, dass kein Rettungseinsatz notwendig gewesen war.

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