Baustart für „Smart Wohnen am Stadtpark“

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Symbolischer Griff zum Spaten (von links): Carmen Reissdorf und Manfred Meßmer von der Kreissparkasse, Bürgermeister Matthias B
Symbolischer Griff zum Spaten (von links): Carmen Reissdorf und Manfred Meßmer von der Kreissparkasse, Bürgermeister Matthias Burth, Bernd Eisele und Selina Schumann von der Firma Fussenegger-Wohnbau eröffnen die Bauarbeiten. (Foto: Claudia Buchmüller)

Es regnet Spaten in Aulendorf – nun ja, nicht ganz, aber mit der Eröffnung der Bauarbeiten für das Wohnbauprojekt in der Ebisweilerstraße am vergangenen Donnerstag ist binnen einer Woche der zweite Spatenstich für größere Geschosswohnungsbauten in Aulendorf über die Bühne gegangen. Vorgelegt hatte das Projekt in der Waldseer Straße (SZ berichtete), nun hat die Firma Fussenegger Wohnbau mit dem Bau ihrer vier Häuser begonnen. „Smart Wohnen am Stadtpark“ nennt sie das Unterfangen, 24 Wohnungen entstehen dort.

Nicht zu verwechseln ist dieses mit dem Wohnbauprojekt in der Parkstraße, dessen Baustart sich auf voraussichtlich Frühjahr 2019 verschoben hat (SZ berichtete) und dem der Aulendorfer Gemeinderat – da tatsächlich direkt dort gelegen – schon 2016 den Titel „Wohnen am Stadtpark“ gegeben hat. Bernd Eisele, Geschäftsführer der Firma Fussenegger Wohnbau aus Weingarten, winkt ob der ähnlichen Namen ab. Nein, man habe mit dem vorangestellten „Smart“ keinen Seitenhieb austeilen, sondern vielmehr die eigenen Vorteile betonen wollen: energieeffiziente Bauweise, tolle Lage, Standort Aulendorf: ländlich und doch mit Anbindung an die Metropolen. „Wäre es (Parkstraße, Anmk. der Redaktion) schon mit dem Namen am Markt gewesen, hätten wir einen anderen gewählt“, so Eisele.

Keine Konkurrenz gefürchtet

So richtig in Konkurrenz zu den anderen beiden – auch größeren Projekten – mag Eisele „Smart Wohnen am Stadtpark“ dann auch nicht sehen. „Die Bahnhofslage ist für Aulendorfer nicht so attraktiv“, glaubt er, in der Parkstraße habe man lange nicht gewusst, ob dort überhaupt etwas entstehe. Die dort geplanten Gebäude seien toll, aber auch eher urban und würden nicht so gut in die Gegend passen.

Die Häuser in der Ebisweilerstraße sind ebenfalls dem Geschosswohnungsbau zuzuordnen, allerdings eine Nummer kleiner; in den vier Häusern entstehen jeweils sechs Wohnungen. Tiefgarage wird keine gebaut, dafür sind für beinahe jede Wohnung ein Garagen- und ein Stellplatz im Freien zu haben. Auch das smarte Wohnen hat seinen Preis; der Quadratmeter für die Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen kostet im Schnitt rund 3450 Euro.

„Klar, es ist kein Hotspot wie Ravensburg, Tettnang oder Friedrichshafen“, trotzdem ist Eisele mit dem Verlauf des Verkaufs zufrieden. „Als wir gestartet sind, war die Nachfrage groß, dann gab es eine Durststrecke und zum Spatenstich hin ist das Interesse wieder gestiegen.“ Auch er hat festgestellt, dass in der Stadt „viel Diskussionsstoff“ über die anstehenden Bauvorhaben gegeben hat, „die Leute wollten sehen, wer beginnt tatsächlich zu bauen“. Eisele spricht mittlerweile von eine Verkaufsquote von 40 bis 45 Prozent; die vier Penthouse-Wohnungen für insgesamt rund 446 000 Euro plus Stellplätze haben bereits alle einen Eigentümer gefunden.

Einzug bis März 2020

Die künftigen Bewohner, soweit zeichnet es bislang ab, sind Pendler, aber auch Menschen aus dem Umland von Aulendorf, die ihr Haus und Grundstückspflege aufgeben wollten, berichtet Eisele: „Es sind überwiegend auch Einheimische, die bei uns gekauft haben.“ Damit startet nun, rund 18 Monate, nachdem das Werbeschild an der Ebisweilerstraße die Pläne angekündigt hatten, der Bau – und zwar aller vier Häuser in einem Rutsch. Einziehen sollen die Bewohner bis spätestens Ende März 2020.

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