Baugebiet „Tafelesch“: Gemeinderat beschließt Vergabekriterien

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 Die Gemeinde Aulendorf will die Vergabe von Bauplätzen im Gebiet „Tafelesch“ möglichst fair mittels transparenter Vergabekriter
Die Gemeinde Aulendorf will die Vergabe von Bauplätzen im Gebiet „Tafelesch“ möglichst fair mittels transparenter Vergabekriterien lösen. (Foto: Armin Weigel)
Schwäbische Zeitung

In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Aulendorfer Gemeinderat mit dem Wohngebiet „Tafelesch“ beschäftigt und dabei die Verkaufskriterien und Preise festgelegt. Um den in der Stadt und den Teilorten bestehenden Bedarf an Wohnbauplätzen decken zu können, war die Stadt nach eigenen Angaben bestrebt, vorrangig die Nachfrage von Interessenten aus Aulendorf zu bedienen. Zur Sicherstellung einer gerechten Vergabepraxis wurden nun Kriterien festgelegt.

Der Gemeinderat hat den Verkauf von Bauplätzen im Wohngebiet „Tafelesch“ zum vollen Wert im Rahmen einer transparenten Vergabe mittels sozialer Kriterien sowie Ortsbezugskriterien beschlossen und nicht, wie im Artikel „Gemeinderat beschließt neue Vergabekriterien“ berichtet, das sogenannte Einheimischenmodell. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Wie sehen die beschlossenen Kriterien nun aus? Zu den sozialen Kriterien gehören nach Angaben der Stadt die Anzahl der im Haushalt lebender minderjähriger Kinder, die Behinderung oder der Pflegegrad eines Antragstellers oder im Haushalt lebenden Person. Zu den Ortsbezugskriterien gehören nach Angaben der Stadt die Zeitdauer seit Beginn des Erstwohnsitzes am Ort, die Aufnahme der Erwerbstätigkeit am Ort oder das ehrenamtliche Engagement.

Als Verkaufspreis wurden 160 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche (voll erschlossen) festgelegt. Gemäß der vorliegenden Kalkulation stelle dies nach Angaben der Stadt den vollen Wert des Grundstücks dar. Pro Kind (bis 18 Jahre und im Haushalt wohnend) werden laut Gemeinderatsbeschluss drei Euro pro Quadratmeter Rabatt gewährt. Festgelegt wurde auch, dass Baugrundstücke nur an Interessenten verkauft werden, die eine Eigennutzung anstreben. Alternativ wurde eine Vermietung der Hauptwohnung für nachweislich unter 6,75 Euro pro Quadratmeter für einen Zeitraum von zehn Jahren bewilligt.

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