Bürgerbus nimmt bald Fahrt auf

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 Der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Wolfgang Bartel, freut sich schon auf den Bürgerbus.
Der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Wolfgang Bartel, freut sich schon auf den Bürgerbus. (Foto: Claudia Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Knapp drei Jahre ist es her, dass die Idee eines Bürgerbusses für Aulendorf geboren wurde. Mit der Gründung des Bürgerbusvereins im März 2017 wurde es dann konkret. Viele Hürden galt es zu überwinden, der Gemeinderat musste überzeugt, Finanzierung und Zuschüsse geklärt, ein Bus ausgewählt und ehrenamtliche Fahrer gesucht werden. Derzeit erhält der barrierefreie Niederflurbus, der für rund 95 000 Euro angeschafft wurde, die Außenbeschriftung. Diese Werbung von 24 Firmen und Institutionen half, den Kauf des Busses mit zu finanzieren.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins am vergangenen Dienstag, an der 18 von insgesamt 54 Mitgliedern teilnahmen, wurde eine Verschlankung des Vorstandes auf Wolfgang Bartel als Vorsitzender, Brigitte Thoma als stellvertretende Vorsitzende und Thomas Fradl als Kassenwart beschlossen. Peter Ederer, Peter Fuchs, Frank Kahle und Andrea Koch sind künftig Beisitzer. Auch eine Satzungsänderung im Zusammenhang mit dem Steuerrecht und der per se nicht vorhandenen Gemeinnützigkeit des Vereins stand auf der Tagesordnung. Der Beschluss erfolgte einstimmig, wie der Vorsitzende berichtete. Durch die Änderung hofft der Verein, die mit der Gemeinnützigkeit verbundene Steuerbegünstigung vielleicht doch zu erhalten.

Auf die Frage, warum es denn noch bis Ende November dauert, bis der Bus endgültig in den Dienst gestellt wird, antwortete Bartel, dass momentan zwölf Fahrer in den Bus eingewiesen und mit den Fahrstrecken vertraut gemacht werden. Weiter müssten erst die Haltestellen geliefert und aufgestellt werden. „Das alles braucht seine Zeit“, bekräftigte er. Definitiv sei, dass der Bus am 21. November der Öffentlichkeit vorgestellt werde. Zu diesem Termin werde auch der Fahrplan bekannt gegeben.

In diesem Zusammenhang lobte der Vorsitzende die Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Bodo, „ohne deren Mithilfe wären wir noch nicht so weit.“ Sowohl bei der Erstellung des Fahrplans als auch Fragen zu den Haltestellen, hätte Bodo dem Verein geholfen. Auf Fahrgäste, die im Besitz einer Bodo-Zeitkarte seien, kämen keine zusätzlichen Kosten für die Beförderung mit dem Bürgerbus zu, alle anderen könnten für einen Euro mit fahren, egal auf welcher Strecke, erläuterte er. „Wir hoffen natürlich, dass der Bus von der Bevölkerung gut angenommen wird.“

Hauptamtsleiterin Brigitte Thoma zeigte sich auf telefonische Nachfrage zuversichtlich, dass der Linienbetrieb Ende November aufgenommen werden kann. Die verkehrsrechtliche Anordnung vom Landratsamt für die zusätzlichen Haltestellen wäre eingegangen und die Haltestellen seien bestellt. „Auf die verkehrsrechtliche Genehmigung vom Regierungspräsidium, die laut Personenbeförderungsgesetz erforderlich ist, warten wir noch, aber das klappt ganz sicher auch bis Ende November“, so Thoma abschließend.

Ein großes Anliegen des Vereins ist die Gewinnung weiterer ehrenamtlicher Fahrer. „Fahrer sind für den Bestand des Projektes das Wichtigste und es sollten schon zwanzig sein“. Interessierte, die sich vorstellen können, sich als Fahrer sozial zu engagieren, können sich gerne beim Leiter des Fahrdienstes, Franz Kahle, unter der Telefonnummer 0175 / 2766491 melden.

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