Bürger fragen nach „Bächle“ und Brücke

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Bürgermeister Matthias Burth stellte sich bei der Bürgerversammlung den Fragen der Aulendorfer.
Bürgermeister Matthias Burth stellte sich bei der Bürgerversammlung den Fragen der Aulendorfer. (Foto: Stumm)

Die Einwohnerversammlung am Dienstagabend in der Stadthalle haben einige Aulendorfer genutzt, um verschiedene Themen anzusprechen und Fragen an die Stadtverwaltung zu richten.

Offenbar wenig Verständnis für die Überlegungen, über den Schossplatz und im späteren Verlauf des innerstädtischen Mühlbachs den Wasserverlauf als „Bächle“ offenzulegen, hatte ein Fragesteller, der wisse wollte, ob das ernsthaft in Erwägung gezogen würde und ob das Geld nicht andernorts sinnvoller investiert sei. „Mehr als Gedanken und eine Untersuchung, dass es technisch möglich wäre, gibt es nicht“, erklärte Bürgermeister Matthias Burth. Allerdings werde im Vorgriff bereits bei der jetzigen Busbahnhofsbaustelle die Voraussetzungen für eine möglicherweise spätere Umsetzung hergestellt. Es sei Auslegungssache, ob Geld besser in eine stadtbildverschönernde Maßname oder woanders investiert werden sollte, das gelte es zu gegebener Zeit zu diskutieren. Derzeit gebe es allerdings noch gar keinen Plan.

„Wie ist der Stand bei der Rugetsweiler Brücke“, fragte ein Aulendorfer und sprach davon, dass weniger als eine KfZ-Brücke unmöglich sei. Ein weitere Besucher ergänzte, dass die Brücke ja auch nicht nur für Rettungsfahrzeuge gebraucht werde, sondern auch für alle anderen als Ausweichsmöglichkeit, sollte die große Aulendorfer Brücke einmal gesperrt sein. Das war zuletzt bei deren Sanierung 2015 der Fall und habe, so Burth, die Bedeutung der Rugetsweiler Brücke allen vor Augen geführt. Derzeit ermittelt die Bahn, die die Brücke wegen der Elektrifizierung abreißen muss, die Kosten für eine neue Autobrücke. Die Stadt muss bis Februar 2019 entscheiden, welchen Brückentyp sie dort künftig sieht.

Um den Naturschutz sorgte sich ein Fragesteller, der beobachtet haben will, dass es keine Lerchenfelder mehr gibt, die als Ausgleichsmaßnahme im Bereich Oberrauhen veranschlagt sind. Burth betonte, dass es ein jährliches Monitoring der Unteren Naturschutzbehörde gebe. Zudem wollte der Fragesteller wissen, ob es ein Monitoring für die Schussenrenaturierung gibt. Darauf antwortete Burth, dass die Stadt mit weiteren Renaturierungsmaßnahmen an der Schussen in diesem Herbst 2018 beginnen werde, um Ökopunkte zu generieren. Der Grunderwerb sei bereits getätigt und die Ausschreibung werde vorbereitet. Eine vom Fragesteller angesprochenen Gewässerrandstreifenrichtlinie, die 2019 gültig werde, sei ihm nicht bekannt, die Planung aber mit dem Landratsamt abgestimmt.

Und ein weiteres Verkehrsthema beschäftigt die Aulendorfer in der Rugetsweilerstraße. Dort werde zu schnell gefahren, man möge doch bitte Geschwindigkeitsbeschränkungen kontrollieren. Burth versprach, den Hinweis ans Landratsamt weiterzugeben.

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