Axel Müller will kostenlose Ausbildung

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Haare fegen gehört zum Praktikum dazu – auch für einen Abgeordneten.
Haare fegen gehört zum Praktikum dazu – auch für einen Abgeordneten. (Foto: Foto Wahlkreisbüro:)
Schwäbische Zeitung

Auf seiner Praktikumstour hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Müller auch in Aulendorf Halt gemacht. Dort erhielt er bei gleich zwei Praktika Einblicke in die Arbeit als Friseur und als Physiotherapeut.

„Mir ist wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und ihre Arbeitswelt kennenzulernen, so gut das eben an einem Tag geht“, begründet Müller seine Tour. Laut Pressemitteilung seines Wahlkreisbüros besteht diese aus insgesamt 25 verschiedenen Praktikumsstellen. In Aulendorf war der Abgeordnete in der Physiotherapeutischen Praxis „Physiologisch Merk“ und im Friseursalon „Wirbels Haare & mehr“.

Ein wichtiges Anliegen gab Physiotherapeut Klaus Merk dem Abgeordnete mit auf den Weg: „Jemand, der die Ausbildung zum Physiotherapeuten macht, sollte kein Schuldgeld bezahlen müssen.“ Das sehe Müller genauso: „Die Ausbildung muss kostenlos sein.“ Da es sich um private Schulen handle, werde es so sein, dass der Auszubildende die Rechnung beim Land einreicht und das Geld erstattet bekommt, erklärt Müller. Der Bund werde wiederum die Länder bei dieser Aufgabe unterstützen.

Im Friseursalon „Wirbels Haare & mehr“ zeigte sich Müller beeindruckt von der Vielseitigkeit des Betriebs von Ulrike Wirbel und ihrem ehrenamtlichen Einsatz. So engagiert sich Wirbel beim Senior Experten Service (SES), einer Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit. Laut Pressemitteilung entsendet der SES ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte ins Ausland, vor allem in Entwicklungs-, Schwellen- und Reformländer, damit diese dort ihr Wissen weitergeben. „Beim SES bin ich seit acht Jahren dabei“, erzählte die Friseurmeisterin, die zum Beispiel schon einmal auf der philippinischen Insel Samal Island war.

Dass Wirbel ihr Wissen nicht nur im Ausland, sondern auch hierzulande weitergibt und ihr Betrieb selbst ausbildet, freue Axel Müller. Im Hinblick auf die Ausbildung befürworte er eine Stärkung des Meisterbriefs: „Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass bei einigen Gewerken der Meisterbrief wieder zur Verpflichtung werden soll, wenn man einen Betrieb führen möchte. Das unterstütze ich voll und ganz.“

Beide Aulendorfer Unternehmer zeigten sich mit ihrem Praktikanten zufrieden. Ulrike Wirbel meinte zum Abschied: „Er hat sich toll angestellt. Es war total nett, ihn hier zu haben. Die Zeit verging rasend schnell.“

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