Aulendorfer Solisatt ist eine Hilfe zur Alltagsbewältigung

Lesedauer: 4 Min
 Konny Erath (Zweite von links) und Rita Dittrich (Zweite von rechts) vom Festausschuss übergeben einen Scheck in Höhe von 250 E
Konny Erath (Zweite von links) und Rita Dittrich (Zweite von rechts) vom Festausschuss übergeben einen Scheck in Höhe von 250 Euro an Rudi Spieß und Elfriede Reck von Solisatt (Foto: Claudia-Evelyn Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Mit dem feierlichen Einzug der Kolpingfahne haben am Sonntagmorgen in St. Martin der Festgottesdienst zum zehnjährigen Bestehen von „Solisatt“ begonnen. In seiner Predigt griff Stadtpfarrer Anantham Antony die Beharrlichkeit auf, mit der die Kolpingfamilie ihre Idee eines Tafelladens, unterstützt durch ein ökumenisches Team, in die Tat umgesetzt hat. Er dankte ihnen für dieses gute und notwendige Werk am Nächsten und lud die Gemeinde zum anschließenden Festakt ins Gemeindehaus ein.

Gut 60 Gäste, darunter Vertreter befreundeter Tafelläden, Bürgermeister Matthias Burth sowie Stadträte und Kirchengemeinderäte beider Konfessionen folgten der Einladung ebenso wie Vertreter örtlicher Vereine, Gönner und Unterstützer. Alle konnten sich anhand von Schautafeln einen Überblick über die zurückliegenden zehn Jahre Solisatt in Aulendorf machen. Durch den Festakt führte der erste Vorsitzende Rudi Spieß. Die musikalische Begleitung lag bei Jutta Dittrich und Hanna Eckstein.

Zehn Jahre Dienst am Nächsten

Sehr anschaulich trug Rita Dittrich, stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates, die Geschichte des Tafelladens in Zahlen vor. „Zehn Jahre Dienst am Nächsten tun, dazu bedarf es eines langen Atems, Optimismus und viel Energie“, ergänzte Dittrich die Zahlen und fügte hinzu, „ein Angebot wie Solisatt ist für viele Menschen ein existenzielle Hilfe, den Alltag zu bewältigen“.

Konny Erath als Leiterin des Festausschusses übergab 250 Euro aus der Bewirtung des Gemeindefestes an das Leitungsteam von Solisatt, Rudi Spieß und Elfriede Reck. Sie werden seit vier Jahren von Christl Doll unterstützt. Auch Martin Elsässer, Kirchengemeinderat der Evangelischen Thomas-Kirchengemeinde, hatte neben Grußworten einen Scheck von 350 Euro im Gepäck.

Bürgermeister äußert sozialkritische Worte

Bürgermeister Burth scheute sich nicht, sozialkritische Worte zu äußern. „Armut ist nicht allein eine Aufgabe der Bundes- und Landespolitik. Es geht um die Solidarität der Stärkeren mit den Schwächeren“, führte er aus. Neben seinem Dank an die Kolpingsfamilie, sich dem Thema Armut zu stellen und nicht wegzuschauen, brachte er die Einladung für ein Grillfest für alle ehrenamtlichen Helfer mit.

Das letzte Wort hatte Elfriede Reck, die eindrücklich vermittelte, wie mehrere Firmenpleiten vor zehn Jahren sie zu der Idee, Solisatt ins Leben zu rufen, bewegt hatten. Abschließend sprach sie als Meilenstein für Solisatt die Anschaffung des Kühlfahrzeuges unter Mithilfe vieler Spendenwilliger an, bevor sie, nicht ohne den herzlichen Dank an Thomas Spieß und alle ihre Mitstreiter, die Anwesenden zum gemütlichen Teil einlud.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen