Aulendorfer Skibörse lockt rund 600 Winterfans an

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 Marie (5) und Katrin Manz freuen sich über die knallgelben Skischuhe und hoffen auf Pulverschnee
Marie (5) und Katrin Manz freuen sich über die knallgelben Skischuhe und hoffen auf Pulverschnee (Foto: Claudia Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Wenn in der Stadthalle in Aulendorf Wintersportbekleidung und Schneebrillen anprobiert, Snowboards, Ski und Schneeschuhe begutachtet und Skischuhe ausgiebig auf Bequemlichkeit getestet werden, ist sicher, dass der Winter vor der Tür steht und die Wintersportabteilung der SG Aulendorf (WSG) zur alljährlichen Skibörse eingeladen hat. So sind am vergangenen Samstag knapp 1300 Wintersportartikel angeliefert, in das eigens hierfür entwickelte Computersystem eingetragen und mit entsprechenden Barcodes versehen, nach Art und Größe in der Halle präsentiert worden.

Wie Skilehrer Jochen Kühnel, Entwickler des Computerprogrammes berichtete, startete die WSG bereits im August mit den Vorbereitungen zur 37. Wintersportbörse auf der Suche nach Händlern, die Vorjahresware und Auslaufmodelle anbieten. So gibt es neben gebrauchten Artikeln auch Neuware zu kaufen.

Weit vor Verkaufsbeginn wartete eine lange Schlange von Wintersportfans aus Aulendorf und Umgebung geduldig auf Einlass. Darunter viele junge Familien, so wie die Haaks aus Aulendorf, die für Tochter Arina (9) auf der Suche nach Skischuhen war. „Hier gibt es eine richtig große Auswahl an guten Angeboten und wenn man Hilfe braucht, wird man richtig professionell beraten“, äußerte Mutter Elena begeistert. 40 Helfer sind für Beratung und Kaufabwicklung, aber auch die Verköstigung der etwa 600 Besucher im Einsatz. Werner Müller, Mitinitiator der allerersten Skibörse ist immer noch mit dabei und bringt seinen reichen Erfahrungsschatz ein. Auf die Frage, ob denn die derzeitige Klimadebatte Auswirkungen auf den Wintersport hat, antwortete Rennteamtrainer Müller: „Wir spüren hier noch nichts davon und hoffen alle auf einen schneereichen Winter mit viel Spaß an der Bewegung in der herrlichen Natur.“

Thomas Wenzel, Abteilungsleiter der WSG, äußerte sich ähnlich, verdeutlichte aber, dass die extremen Witterungsschwankungen Planung und Durchführung der Skikurse erschweren könnten. „Den sanften Wintereinstieg mit einer moderaten Steigerung der Schneehöhen gibt es leider nicht mehr, und so stehen wir als Veranstalter der Skikurse oft vor der Problematik, abzusagen oder durchzuführen“, erklärte er. Derweil steht Anna Müller aus Allmannsweiler mit drei Paar Skiern an der Kasse. Sie freut sich sichtlich über ihren preisgünstigen Einkauf, den sie für sich und ihre Freundinnen getätigt hat. „Wir möchten gemeinsam einen Skikurs bei den Aulendorfern besuchen, da freuen wir uns schon riesig drauf“, strahlte sie. Schlussendlich wechselten 40 Prozent der Artikel den Besitzer.

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