Aulendorfer Senioren feiern schwungvolles Herbstfest

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Der älteste Teilnehmer des Seniorennachmittages, Walter Kaiser (Jahrgang 1922) wagte ein Tänzchen mit Marion Bofinger (links) un
Der älteste Teilnehmer des Seniorennachmittages, Walter Kaiser (Jahrgang 1922) wagte ein Tänzchen mit Marion Bofinger (links) und Überraschungsgast Gräfin Paula. (Foto: Claudia-Evelyn Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Mehr als 65 Senioren sind am Samstagmittag der Einladung zum ökumenischen Herbstfest ins Gemeindehaus St. Martin in Aulendorf gefolgt. Das Organisationsteam von Stadtseniorenrat, evangelischem Seniorenkreis und dem katholischen Seniorenclub konnte sich über ein volles Haus freuen.

Die Gäste wurden bereits im Eingangsbereich mit herzlichen Worten, Saft und Sekt empfangen, bevor sich jeder einen Platz an den liebevoll mit Rosen und Leckereien gedeckten Tischen suchte. Moderiert wurde der Nachmittag von Marion Bofinger von der Caritas Beratungsstelle „Zuhause Leben“ und Diakon Willy Schillinger. Die musikalische Gestaltung lag bei Eddie Butscher, der von Bofinger zum Hofmusikus ernannt wurde, und Rosl Gössel.

Nachdem Diakon Schillinger die Historie des Herbstfestes, entstanden aus dem früheren „Rosentag“ für pflegende Angehörige, erläutert hatte, stellte sich Franz Erwin Kemper, Vorsitzender des Stadtseniorenrates, vor und bat bei dieser Gelegenheit um weitere Mitstreiter für den Rat. Bei den obligatorischen Grußworten vom Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Matthias Burth, von Diakon Schillinger in Vertretung von Stadtpfarrer Anantham Antony und der Schulseelsorgerin Pfarrerin Birgit Schmogro für die evangelische Thomaskirche, trat deutlich hervor, wie wichtig die Anerkennung der Lebenserfahrung der älteren Generation und der Einsatz jedes Einzelnen für die Gemeinschaft ist.

Das an seine Grenzen gekommene Gesundheitssystem wurde ebenso benannt wie die Altersarmut und die Notwendigkeit einer Solidargemeinschaft. Pfarrerin Schmogro forderte mit ihrer Geschichte vom weißen Blatt mit dem schwarzen Punkt die Anwesenden auf, auch den zurückliegenden guten Lebenserfahrungen Beachtung zu schenken und sich nicht nur dem dunklen Punkt, der Abhängigkeit von Anderen und dem nicht mehr so Können wie man will, zu widmen.

Bevor der Ansturm auf das reichhaltige Kuchenbuffet, gespendet von den örtlichen Bäckereien, erfolgte, wurde mit einem Mitmachlied die Freude an den Tischnachbarn weitergegeben. Danach hatte Überraschungsgast Gräfin Paula mit Hofmarschall Willy Schillinger und Köchin Lore Stützle ihren großen Auftritt und unter den musikalischen Klängen von Eddie und Rosl wurde fröhlich geschunkelt, gesungen und sogar getanzt. Zum Abschluss eines unterhaltsamen Nachmittags bekam jeder Besucher eine Rose mit auf den Heimweg.

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