Aulendorfer organsieren ein Fest, das die Menschen zusammenbringen soll

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Anna Markert

Es riecht nach afrikanischem und arabischem Essen, Kinder spielen auf der Wiese im Schlossgarten, man hört Musik – der interkulturelle Abend ist ein gelungenes Fest geworden.

Seit sieben Jahren organisiert Azuka Osunde nun schon den Abend, der bisher „Afrikanischer Abend“ hieß. Angefangen hatte alles mit einem Frauentag, der sich dann zum Afrikanischen Abend entwickelt hat, erzählte Osunde. Dieses Jahr habe man sich dann entschieden, einen gemeinsamen Abend mit syrischen Familien aus Aulendorf zu veranstalten. Gefördert wurde das von der Stiftung „Demokratie Leben“. Sonja Hummel, die Integrationsbeauftragte der Stadt Aulendorf, hat dazu den Antrag geschrieben, der von der Caritas eingereicht wurde.

Mit einem so großen Andrang von Besuchern haben nicht einmal die Veranstalter gerechnet. „Nächstes Jahr müssen wir unbedingt mehr Bierbänke aufstellen“, meinte Hummel. Auch Osunde freut sich über die vielen Besucher. „Das ist sehr, sehr gut, ich bin überrascht“, sagte er.

Nach einer Begrüßung der Veranstalter, trat der Aulendorfer Liederkranz auf. „Ich dachte der Liederkranz passt gut ins Programm, und so haben wir auch noch mal eine neue Zielgruppe erreicht“, sagte Hummel.

Als nächstes stellte sich eine indonesische Gruppe aus Friedrichshafen vor. Die Mitglieder des Vereins „Freunde Indonesiens“ spielten auf indonesischen Instrumenten, die Anklung heißen. Das traditionelle Instrument aus Bambus kommt aus West-Java in Indonesien. Dass man damit aber nicht nur traditionelle Lieder spielen kann, bewies die Gruppe mit einem Mix aus traditionellen Stücken und modernen Lieder wie etwa „Havana“. Die Besucher wurden eingeladen, es selbst einmal zu versuchen, das Instrument zu spielen. Zwei Besucher trauten sich und durften bei dem nächsten Lied der Gruppe mitspielen.

Weitere Auftritte hatten die Aulendorfer Trommelgruppe „Klopfzeichen“, sowie weitere traditionelle afrikanische und arabische Musiker, wie etwa Prince Akongo.

Passend zum interkulturellen Abend gab es auch ein Buffett mit afrikanischen und arabischen Spezialitäten. Success Osunde, die gemeinsam mit Esther Osaguana das afrikanische Buffett vorbereiten und die Speisen gekocht hatte, zeigte die verschiedenen Gerichte. „Es gibt afrikanischen Reis mit Tomatensoße und afrikanischen Gewürzen“, erklärte sie.

Die Planung für den Abend dauert in der Regel ein ganzes Jahr. „Wenn das hier heute Abend fertig ist, fangen wir mit der Planung für nächstes Jahr an“, erklärte Osunde.

„Wir leben in einem kleinen Dorf, wir wollten etwas machen, das die Menschen zusammenbringt“, meinte Osunde. Bei abwechslungsreicher Musik und viel Essen wurde es ein gelungenes Fest, mit dem die Veranstalter mehr als zufrieden waren.

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