Aulendorfer Katholiken ziehen in einer Palmprozession zur Kirche

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 Ein farbenprächtiges Bild geben die kunstvoll geschmückten Palmen in der Pfarrkirche St. Martin in Aulendorf ab. Am Altar stehe
Ein farbenprächtiges Bild geben die kunstvoll geschmückten Palmen in der Pfarrkirche St. Martin in Aulendorf ab. Am Altar stehen bereits die Körbe mit den Palmbrezeln bereit, die von Stadtpfarrer Anantham Antony vor der Ausgabe an die vielen Kinder gesegnet werden. (Foto: Claudia Buchmüller)
Claudia Buchmüller

Am Palmsonntag hat der katholische Stadtpfarrer Anantham Antony vor dem Wohnpark St. Vinzenz in Aulendorf viele farbenprächtige, kunstvoll geschmückte Palmen sowie Zweige geweiht. Geweihte Palmzweige gelten seit jeher als Schutzsymbole. Viele Anwesende nahmen diese mit nach Hause, um sie an einem Kreuz oder Heiligbild anzubringen. Die musikalische Begleitung der Palmweihe hatte die Männerschola des Kirchenchors übernommen. Danach zog die Gemeinde singend und betend zur Pfarrkirche St. Martin. Die Messe wurde vom Schalomchor umrahmt. Die Palmen sind noch bis Mittwoch in der Pfarrkirche St. Martin aufgestellt.

Am Palmsonntag, dem letzten Sonntag vor Ostern, hat für Christen in aller Welt die Karwoche begonnen. Diese gilt in allen christlichen Konfessionen als die wichtigste Woche des Kirchenjahres. An diesem sechsten Sonntag der Fastenzeit wird dem Einzug Jesu zum Pessachfest in Jerusalem gedacht. Gleichzeitig aber ist dieser Tag auch der Beginn seines Leidensweges.

Die Karwoche in Kurzform

Die Karwoche beginnt mit Palmsonntag und schließt die eigentlichen Kartage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag mit ein. Die Karwoche war bis in die 1950er-Jahre in weiten Teilen Deutschlands eine Zeit, in der öffentliche Festlichkeiten und Vergnügungen nicht stattfanden. Heute ist nach den Feiertagsgesetzen der einzelnen Bundesländer nur noch der Karfreitag ein gesetzlich geschützter „stiller Tag“.

Am Gründonnerstag feierte Jesus laut Markusevangelium mit seinen engsten Vertrauten das letzte Abendmahl. In vielen Kirchen wird an diesem Abend im Gottesdienst der Ritus der Fußwaschung vollzogen. Anschließend schweigen die Glocken bis zur Auferstehungsfeier. Viele Gläubige wachen die Nacht über in Erinnerung an die Stunden, die Jesus am Ölberg verbrachte.

Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. Christen gedenken an diesem Tag des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz. Für die evangelischen Christen ist der Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr. An diesem Tag soll der Prozess, die Hinrichtung und die Beerdigung von Jesus in Jerusalem statt gefunden haben. Der Evangelist Markus schrieb: „Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.“

Karsamstag, der Tag der Grabesruhe des Herrn, endet mit der Feier der Auferstehung Christi in der Osternacht. Dieser Tag ist auch der jüdische Ruhetag, der Sabbat. Symbolisch steht der Karsamstag für einen Tag, an dem das Leben trotz hoffnungsloser Lage für die Christen und Jünger Jesu weitergeht.

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