Aulendorf freut sich über Geldsegen vom Land

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457000 Euro sind schon fix. Gelder für Brückensanierung stehen noch aus.
457000 Euro sind schon fix. Gelder für Brückensanierung stehen noch aus. (Foto: dpa/Daniel Karmann)

So geht es mit dem Mühlbachkanal weiter:

Mit der Sanierung des an vielen Stellen maroden Mühlbachkanals will die Stadt im Schmiedgässle starten. Nach der Gemeinderatssitzung im Januar war angestrebt, dass die Bauarbeiten bereits im Sommer beginnen (die SZ berichtete). Dieser Zeitplan verschiebt sich jedoch um einige Monate. Zwischenzeitlich wurden weiteren technische Untersuchungen vorgenommen und Gesprächen mit Eigentümern geführt, so dass in der Gemeinderatssitzung am 24. September laut städtischem Bauamt die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen soll. Bis dahin lägen auch alle wasserrechtlichen Genehmigungen vor. Los gehen soll es mit den Bauarbeiten dann im Herbst/Winter oder spätestens im Frühjahr, das hänge auch davon ab, wie schnell die Spezialfirmen, die für die aufwendige Kanalsanierung benötigt würden, beauftragt werden können.

Welche Variante für der Kanalsanierung ab der Bachstraße gewählt wird, soll der Gemeinderat ebenfalls in der Sitzung am 24. September entscheiden, teilte das Bauamt auf Nachfrage mit. Zu Debatte stehen wie berichtet entweder die Sanierung des bestehenden Kanals (teilweise auch unter Wohnhäusern) oder eine neue Umgehungsleitung um die Häuser herum bis zum offenen Bachquerschnitt in der Kolpingstraße. (kik)

Geldsegen für Aulendorf: 100 000 Euro vom Land bekommt die Stadt für die geplante Sanierung des Mühlbachkanals. Bei Gesamtkosten von rund 625 000 Euro sind es jedoch noch über eine halbe Million Euro, die die Stadt selbst zahlen muss. Allerdings kann sich Aulendorf über finanzielle Zuwendungen vom Land in diesem Jahr nicht beklagen: Fördergelder von insgesamt knapp einer halben Million Euro für die Sanierungen des Mühlbachs und des Schulzentrums sind zugesagt.

Aus dem Sanierungsfonds Brücken des Landes Baden-Württemberg gibt es zusätzlich Geld – für den Ersatzneubau der kleinen Schussenbrücke bei Rugetsweiler (die SZ berichtete). Offen ist jedoch noch die Höhe des Betrags. Die Stadt Aulendorf rechnet nach Angaben von Kämmerer Dirk Gundel in jedem Fall mit einem sechsstelligen Betrag.

Drei großen Förderungen im laufenden Jahr – für Aulendorf eine „prima Sache“, wie Gundel auf SZ-Anfrage sagte. Denn auch wenn sich die Finanzlage der ehemals am höchsten verschuldeten Stadt in Baden-Württemberg in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich verbesserte und mittlerweile sogar ein (wenn auch überschaubarer) finanzieller Spielraum vorhanden ist – die jüngst zugesagten Fördergelder vom Land sind gerne gesehen im Aulendorfer Rathaus. „Wir können uns nicht beschweren, wir wurden gut und reichlich bedacht“, freute sich der Kämmerer.

Denn allein für die drei Sanierungsprojekte am Schulzentrum, am Mühlbachkanal und an der Schussenbrücke entstehen für die Stadt Gesamtkosten in Höhe von etwas mehr als zwei Millionen Euro. Fördergelder in Höhe von 457 000 Euro (Schulzentrum und Mühlbach) sind bereits bestätigt, nun hofft die Stadt auf den Maximalbetrag für die Brückensanierung – bei eingereichten 526 000 Euro wären das 263 000 Euro (die Hälfte der Gesamtkosten). Zusammen mit den bereits zugesagten 457 000 Euro wären das im Idealfall dann in Summe 720 000 Euro an Landesgeldern.

Möglich wurden die finanziellen Unterstützungen durch spezielle Förderprogramme. Die Gelder für die Schussenbrücke und das Schulzentrum stammen aus zwei zeitlich begrenzten kommunalen Sanierungsfonds Brücken und Schulen des Landes Baden-Württemberg, der finanzielle Zuschuss für die Sanierung des Mühlbachkanals stammt aus dem (permanenten) Ausgleichsstock des Landes, mit dessen Fördergeldern leistungsschwache Gemeinden unterstützt werden. Die 100 000 Euro für den Mühlbachkanal sind laut Gundel ein „erfreuliches Zubrot“, auch wenn die Stadt 300 000 Euro eingereicht hatte. „Ohne die Förderung hätten wir alles alleine bezahlen müssen, wir freuen uns über jeden Euro.“

Fast die Hälfte der Kosten bekommt die Stadt hingegen für die letzten umfassenden Sanierungsmaßnahmen 2018 und 2019 im Schulzentrum auf Ebene 0 sowie die Sanierung der WC-Anlagen auf den Ebenen 1 und 3 inklusive Brandschutzmaßnahmen. Bei Gesamtkosten von rund 890 000 Euro sind die bewilligten 357 000 Euro eine starke Summe.

Ob und wie viel Geld Städte wie Aulendorf jährlich an Fördermittel bekommen, hängt laut Gundel von den jeweiligen Maßnahmen und den entsprechenden Förderprogrammen ab. Dass Aulendorf als eher finanzschwache Kommune jedes Jahr Mittel aus dem Ausgleichsstock bekommt, sei deshalb nicht garantiert. „Es gab schon Jahre, da wurden wir nicht bedacht.“ Ein Blick auf die vergangenen Jahre gibt folgendes grobes Bild: 2012 beispielsweise hat Aulendorf insgesamt 1,1 Millionen Euro aus Förderprogrammen erhalten, 2013 waren es insgesamt 147 000 Euro und 2017 waren es nochmals 1,1 Millionen Euro (davon alleine 830 000 Euro für die Poststraße). Insgesamt gibt Aulendorf für Investitionen in 2018 in Summe 2,2 Millionen Euro aus (ohne städtische Eigenbetriebe).

So geht es mit dem Mühlbachkanal weiter:

Mit der Sanierung des an vielen Stellen maroden Mühlbachkanals will die Stadt im Schmiedgässle starten. Nach der Gemeinderatssitzung im Januar war angestrebt, dass die Bauarbeiten bereits im Sommer beginnen (die SZ berichtete). Dieser Zeitplan verschiebt sich jedoch um einige Monate. Zwischenzeitlich wurden weiteren technische Untersuchungen vorgenommen und Gesprächen mit Eigentümern geführt, so dass in der Gemeinderatssitzung am 24. September laut städtischem Bauamt die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen soll. Bis dahin lägen auch alle wasserrechtlichen Genehmigungen vor. Los gehen soll es mit den Bauarbeiten dann im Herbst/Winter oder spätestens im Frühjahr, das hänge auch davon ab, wie schnell die Spezialfirmen, die für die aufwendige Kanalsanierung benötigt würden, beauftragt werden können.

Welche Variante für der Kanalsanierung ab der Bachstraße gewählt wird, soll der Gemeinderat ebenfalls in der Sitzung am 24. September entscheiden, teilte das Bauamt auf Nachfrage mit. Zu Debatte stehen wie berichtet entweder die Sanierung des bestehenden Kanals (teilweise auch unter Wohnhäusern) oder eine neue Umgehungsleitung um die Häuser herum bis zum offenen Bachquerschnitt in der Kolpingstraße. (kik)

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